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oiit den Soldaten umgehen, sich ihre Freundschaft und Ach»tung erwerben und die Befehle der Obern mit Fleiß und! Ernst befolgen.
Die Kunst zu befehlen, die man sich so gern und je' eher je lieber anmaßt, ist schwer: wahrlich schwer dieKunst, sich Gehorsam und Liebe zu verschaffen und zu erhal»! ten! Die Ofsi'ciere befehlen meistentheils Lenken, von wel»^ chen sie wo nicht gehaßt, doch nur gleichgültig angesehen,j oder als Leute betrachtet werden, die nichts anders als den^ Rang, den sie im Bataillon haben, anführen können, ihreBefehle dadurch zu unterstüzeu. Wie wenig gilt doch die«! ser Rang in den Verwirrungen I wäre es ein Titel, der! den Gemeinen gehorsam machte, warum gehorchen sie dann1 nicht allen gleich? Meine Freunde, es gehört nichts, alsf ein Befehl dazu, euch hohe Ehrenstellen zu geben. Abert nur Verdienste geben Hochachtung, und die Kunst zu be»k fehlen.
? Xensphon zeiget in der Unterweisung des Lz-rüS diäi Wege, darauf man dahin kommt, Gehorsam der) den Sol,l baten zu haben. Der kürzeste der zu diesem Ziele führet-sagt er, ist dieser, wenn die Gemeinen ihren Anführer fürklüger und geschikter als sie selbst sind, hallen. DieseMeynung bey ihnen zu erwerben, sezt er hinzu, soll eS derOfficler wirklich seyn; alles was erlernt werden kann, muß, er im Voraus erlernen»
Sokrates fand den Grund des Ungehorsams der atheni»l schen Soldaten, in der Unwissenheit der Befehlenden. Wenhält der Leichtsinn aber nicht dafür? Eine zweimonatliche, Lesung Feuquiere's oder Fslard's, scheint uns oft genug,das Richteramt über die Fähigkeiten eines jeden zu erhal»ten.