den Gemeinen unterrichtet BevdeS fordert eine Theorie i,lder Knegölunst, und diese sezt andere Dinge, die er missenmuß , zum voraus- Gute Sitten einen rohen Menschen zulehren, den Unbändigen ini Gehorsam zu erhalten, dieß er-fordert gewiß eine große Kenntniß des Menschen, und eSmuß ein besondres Studium für den Officier seyn , dieseMenschenkenntnis; sich nach und nach zu erwerben: denndurch sie lernt der Befehlende die Kunst, die Neigungen dcSMenschen, zu dessen eigener Bestimmung zu gebrauchen,und den unter ihm stehenden mehr durch innere als äußereBcwcgungSgründe zum Guten anzutreiben, welches das Fun»dament wahrer Kriegözucht ist.
Der Officier hat viel zu lernen, eh er fähig und ge-schilt ist, zu befehlen. Desto wunderbarer ist es, daß inder politischen Einrichtung, sich dennoch ein jeder zum Befeh-len fähig hält, und durch einen natürlichen Eigendünkel undhohe Meinung von sich so verleitet wird, daß er andere zuregieren wünschet, ohne einige Erfahrung zu besizcii, Jttallen andern Handwerken und Künsten, muß man bey gu-ten und verständigen Meistern die Lehrjahre aushalten.Wenn aber in dem so schweren SoldatenHandwerke sichviele auswerfen, welche gleich Hauptlcute oder auch garbald noch mehr werden wollen, ohne Soldaten gewesen zuseyn, und eher befehlen wollen, ehe sie zu gehorchen ge-lernt haben: so ist mir dieses Verfahre» unbegreifliev; undich kann den Grund davon in nichts anders, als in dSrUnwissenheit, dieser an Irrthümern so srnchlbaien Mutter-suchen, Ware ihr Endzwck dloö allein die Ehre, wie sie eSbillig seyn sollte; hätten sie gesehen, wie gefährlich dasKriegswesen ist; wüßten sie, daß man im Augenblike deuin vielen Jahren erworbenen guten Namen verlieren kön-ne; daß die Strafe dem Fehler im Kriege so gleich „acha