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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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im kernen und Studieren begnügen wird: so lange wirdauch wenig Hoffnung seyn, durch die vernünftigsten undüberzeugendsten Gründe ein Uebel zu vermindern, viel we«uiger auszurotten, das wie schon gesagt, wenige Fälle aus-genommen, so nahe mit Immoralität und Sitlcnverderb^„iß verwandt ist. Man ist jedoch weit entfernt zu behaup-ten, daß in den meisten öffentlichen und Privat-Erziehun-gen, Moralität und gute Sitten , durchaus vernachlässigetwerden; man weiß vielmehr, daß in den meisten Erste-hungs-Instituten, unter welchen sich das Herzoglich-wür-tcmbcrgische rül mlichst auszeichnet, Belohnungen auf dievorzügliche Sittlichkeit der Zöglinge gesczt sind: aber einemfeinen Beobachter wird besten ungeachtet die Bemerkungnicht entgehen, daß die Fähigkeiten und der Fleiß gemei-niglich in höherem und weniger vcrhältnißmäßige» Anschlaggenommen werde, als bloße Sittlichkeit, und was manunter guter Aufführung versteht. Man scheint mehr nachEcschiklichkcit als nach guten Sitten zu fragen. Das kommteines Theils daher, weil die erstere einen Schimmer umsich wirft, die leztcre aber auf das unsichere Zeugniß an-drer, oder erst auf eigener, Prüfung beruhet, die nicht einjeder anstellen kann. Diese Betrachtung muß natürlichauf die vielleicht nur scheinbare Vermuthung leiten, daßman beflissener sey, geschikte, als moralisch-gute Menschenzu bilden. Und doch bleibt es eine ewige Wahrheit, daßTalent und Genie nur von gereinigten Sitten und von derTugend ihren Glanz und ihre Brauchbarkeit erhalten, unddaß ohne sie, die Wissenschaften verunehrct und daher lei-der auch, nur allzuviclc öffentliche Aemter, zwar mit fä-higen Köpfen, aber auch zum Theil mit Menschen vonverdorbenem Herzen und ohne ächte Rechtschaffenheit befezt«erden.