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gen? Würde man seinen Gehorsam gegen die Geseze nichtbey Gelegenheit belohnen, um dadurch viele andere zurNachfolge zu reizen? Wenn der Fürst die Verweigerungdes Duells für etwas Tugendhaftes hielte, würde man nichtdiejenige» bestrafen und beschimpfen, die sich erfrechet hat-ten, gegen die gegebenen Gescze zu handeln? Gewiß würdeman diejenigen, welche jener Männer spotten, oder mir ih-nen keine Dienste thun wollen, als Feinde der allgemeinenOrdnungen betrachten, als Aufwiegler zum Ungehorsam,als Lehrer dcS Mords und des Todschlags. O gewiß!wenn man es-so hielte, wenn man diejenigen öffentlich lo-bete, die ein Duell ausgeschlagen ; wenn der Schimpf unddie Schande auf diejenigen zurükficle, die über Mäßigungderselben glossircn und spotten: so würde gar kein Aweifelstatt finden, daß es mit den Duell-Mandaten ernstlich ge-mcynct sey, und daß ein jeder diese falsche Marime derEhre könne fahren laßem So lange wir aber sowohl Her-der Armee, als am Hofe, und in den Städten, für ge»schimpfte Kerl gehalten werden, wenn wir bey dieser oderjener Gelegenheit nicht eine Privat-Rache ausgeübet ha-ben, so lange man es duldet, daß man unser deswegenspottet, und uns des Degens unwürdig erkläret: so langekönnen wir auch nicht glauben, daß das Duell unserm Lan-desherr» mißfällig sey»
Mancher Officier wird dem Gesagten noch dieses beifügen.Insolenz ist in der menschlichen Gesellschaft so unerträglich,als kriechende Demüthigung für die Würde der Menschheitschimpflich und erniedrigend ist. Wenn man nun von ei-nem Narren, den die Obrigkeit nicht unter Vormundschaftoder ins Tollhaus gibt, wenn man von einem ungezogenenund bvsgcsirtctcn Menschen persönliche Beleidigung und In-solenzen zu besorgen hat: wie will man sich Recht schaff