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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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sie, die Ehre, die schönsten Früchte trügen, man braucht siesonst nirgends zu suchen, als hier im Dienste des Vater-landes. In FricdenSzeitcn sind die Gelegenheiten, sich wahr-haft tapfer zu zeigen, freylich seltener. Die falsche Herz-hastigl'cit kann einen blendenden Schein annehmen, mankann leicht, wo keine Gefahr vorhanden ist, die Maske desh Helden vornehmen und sich mit kriegerischen Tugendenbrüsten, die man nicht bcsizt. Nichts ist leichter, und vielejll wissen auch diese Rolle so lauge ganz vortrefflich zu spielen,k bis einmal der Anfall ihnen die Larve vorn Gesichte reistetd und sie in ihrer wahren Kleinheit darstellet.

Ich habe schon vorhin gesagt, daß weder die Griechen^ noch die Römer von dem Duell etwas gewußt haben: auchden Morgenländischen Völkern insgesamt z. E. den Türken,§ Persern und Ehinesern ist es gänzlich unbekannt. Die Sol-^ baten im Königreich Tunguin, die sich nicht vor ihrenD Feinden fürchten, halten daS Ducllircn für etwas barba-ls rischeS. Die Türken, die in Gefechten so viele Uncrschro-kcnhcit zeigen, betrachten den Awcykanrpf als eine unedle! Handlung.

^ Die Duelle gehören unter diejenigen Dinge, wider wel-! che beständig geeifert wird, und welche dennoch kein Fürst,t kein Staat abzubringen bisher vermögend war. Nirgends? werden sie unmittelbar begünstiget, und es fehlt uns nichtsi an Gesezen, die gegen die Ausbrüche der Rache und derst gewaltsamen Selbst-Genugthuung schüzcn sollen, aber ur-j alte Vornrtheile, die sich aus irrige Begriffe von Ehre undi Schande gründen, untergraben und zernichten sie; sie sindmächtiger als die Gcsczc, welche zum Theil hin und wie-der dunkel, und mit gewissen Einschränkungen untermischt sind»die Duelle zwar ausdrücklich verbieten, doch aber auch denZweifel übrig lassen, ob der beleidigte Theil, wenn er dem