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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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^ scn Ihm ^fallen! Was muß >»a» für einen großen Vor-l rath von Lugend bcsizcn, wenn man seinen Stand besrän-^ - dig lieben, und in der Ausübung seiner Pflichten niemals' j munden will! Unsere Religion heischet von uns allen, wo

' ich nicht irre, daß wir insbesondere das Gute, welches sich

' ' zu unsrer Lebensart am meisten fchiket, thu» sollen; ein ver-' ' iiünstiger Mensch muß daher täglich dasjenige zu erfüllen' trachten, was Gott in dem Stande, den er auf der Welt' bekleidet, von ihm verlanget. Denn der wahre Werth un-' screr Tugend bestehet in der Ausübung der Pflichten unsersAmtS. Nach jungen und imersahrnen Officieren, nach sol-chen nemlich, welche schlecht erzogen, sich den Ausschwei-

fungen ergeben, entweder durch den Umgang ungesitteter,lasterhafter Menschen, oder durch giftige Lektüre, unchrisk-iichc Grundsazc cingesogcn haben, muß die Religion derSoldaten nicht beurtheilt werden. Man höre hingegen ge-diente und erfahrne Ofsieicrc von der Religion und denwahren Pflichten eines Soldaten reden, man lasse sich ih-re Thaten und glüklich übcrsiandcne Gefahren erzählen, sowird man überzeugt werden, daß sie ihre Erhaltung der,göttlichen Gnade, ihren bezeugten Hcldenmuth aber, demZutrauen zu derselben zuschreiben.

Sie werden bekennen, daß bey der Hcrzhaftigkcit zwargroße Ausschweifungen vorgehen können, die Religion aber,

*) Gott hat indessen meine Treue belohnet; (so edel redet Puy-segurs, der im Harnisch grau gewordene ehrwürdige Greis inseinen hinterlassenen iVlemowes) indem ich in meinem süns unlsvierzigjährigen Dienste, da beständig Krieg gewesen, über 12aBelagerungen gesehen, wo man Kanonen aufgeführt,Schlachten und Scharmuzel» bevgcwohnet; von der Musguetean gedient; und dennoch niemals krank oder verwundet ge-wesen bin.