Ihr, die ihr in einem Jahrhundert, wo der Unglau'denur allzugroße Fortschrcitunge» gemacht hat, lächerlich zuerscheinen befürchtet, wenn eure Namen das Verzeichinßder sogenannten starken Geister nicht vergrößern: sollte euchwohl unbekannt seyn, daß Pascal zum Besten der Religiongeschrieben, daß Malebranche sie vertheidiget, daß Lier-noulli Zeugnisse seiner Ergebenheit für dieselbe hinterlassen,daß Newton sie als Wahrheit betrachtet, und Deoca rresvon derselben allemal mir Ehrerbietung gesprochen hat?
Ich kann mich nicht enthalten, noch ein Beyspiel an-zuführen , das zeigen soll, wie stark und mächtig re ligioseEmpfindungen auf den Muth eines Soldaten wirken , ESwird auf den Leser desto mehr Eiudruk machen, wenn u H dieserührende Scene, von dein verdienstvollen in der Li! teraturso rühmlich bekannten Herrn Nicolen selbst erzählen, laste."Ich kannte einen jungen Edelmann, sagt er in dc n Anek-doten von König Friedrich I'., der im Novcmbe r 1757,in seinem fünfzehnten Jahre, zur Armee in Sac hscn alsFahnenjunker abging. Er kam kurz nach der Sei lacht beyRoßbach an, und mußte sogleich den beschwerliche a Marschnach Schlesien mitmachen. Es ist leicht zu erac! Neu, daßeinem Jünglinge, der von der Schule kam, und noch we-nig in der freyen Luft gewesen war, eine solche V Speditionmitten im Winrer sehr hart vorgekommen seyn m üsse. Inder Schlacht bey Lcuthcn war er unter den iO B> Itaillonender Avantgarde, welche bey Borna vier sächsische 1 Nid zweyösterreichische Eavallcrie-Regimenter über den Hau fcn war-fen. Er gestand nachher: als es zur Attaque aus dc: n Waldeherausgegangen, habe er beynahe alle Besinnung d ermaßenverloren, daß er am ganzen Leibe gezittert, und 1 nit allerAnstrengung kaum Kraft genug gehabt habe, di ' Fahnezu halten. Als aber das erste Treffen den feindlich scn lin->