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Heinrich IV. König in Frankreich im Angesicht seiner Ar-mee mit lauter vernehmlicher Stimme einen Angenblik vorder Schlacht bey Lontras betete, wo er einen herrlichenSieg über die Ligne erhielt. „O Gott der Hcerschaaren,rief er aus, deinen Auge den diksien Schleyer durchdringt,und die verborgensten Falten des Herzens durchschauet!Du, der du in daS Innerste meines Herzens siehest, unddie geheimsten Absicht-n meiner Feinde kennest; Lu, derdu alle menschliche Schiksale, die vor deinen Augen gegen-wärtig sind, in deiner Gewalt hast; wenn du siehst, dnßmeine Regierung zur Beförderung deiner Ehre und z»rWohlfahrt deines Volks dienen kann, und daß ich keinenandern Ehrgeiz in der Seele habe, als an der Verherrli-chung deines heiligen Namens und an der Erhaltung die-ses Königreichs zu arbeiten, so stehe, o großer Gort, derGerechtigkeit meiner Waffen bey, und nöthige alle Auf-rührer, denjenigen zu erkennen, welchen deine heiligenRathschlüssc und die Rechte einer rechtmäßigen Thronfolge,zu ihrem Beherrscher gemacht haben. Aber, wenn deinegütige Vorsehung es anders beschlossen, wenn ich einer vonden Königen seyn solle, die du in deinem Jörn dahin gibst,so nimm mir, v Gott der Barmherzigkeit, nimm mir meineKrone und mein Leben; mache mich an diesem Tage zumOpfer deines Willens, und durch meinen Tod dem Elendevon Frankreich ein Ende; mein Blut müsse daS leztc seyn,das in diesem Streit vergossen werde!" Hierauf wandteer sich zu der Escadron um, an deren Spize er angrciffenwollte, und wies ihr seinen weisscn Fcdcrbusch, den sie im-mer auf dem Wege der Ehre und des Siegs crbliken wür-de, zum WiedervcnammlungSzcichcn an, wenn sie etwain Unordnung gebracht werden sollte.
Der große unsterbliche Gustav Adolph verfertigte selbstGebete, welche man bey den tägliche» Betstunden im Ai-