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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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halten, diesen zurük zu treiben, wessen Seele zu solchemWiderstände fähig ist, der ist der wahrhast - tapfere Mann,nach dem alten Sinne dcS Worts.

Noch ein Haupt-Gedanke, welchen wir in dem Ge,müthszustande des tapfern oder deö standhaften Mannesunterscheiden können, ist der: ES ist gut, so zu leiden,über sich dieser Gefahr auszusehen.

Dieser Gedanke hängt mit jenem Grmidsaze zusammen:Wer glaubt, daß die Tugend erwaö Gutes ist, der mußauch glauben, daß jede Gelegenheit zur Aeußerung oder zurUebung der Tugend, ein Glük für den Menschen ist. Undwenn er also das gelassene Ertrage!, deö SchmcrzenS, daSAusdauer» in einer anstrengenden Arbeit, die Unerschrokcnhcitin der Gefahr, als Tugend erkennt: so wird mitten unter demGefühl der Unlust, welche in einer solchen Lage unaus-bleiblich ist, eine gewisse Freude darüber entstehen, daß erdiese Tugend habe, daß er sie jezt ausüben könne. DieseFreude ist das größte Starkuugs - Mittel: sie wirkt rükwarts,um die Tugend, woraus sie entstand, zu erhöhen, oder mehrin Thätigkeit zu bringen.

Dies sind nicht Chimären der Spcculation: es sind Er-fahrungen jedes Großen, auch jedes nur guten Mannes. Werniemals in dem Augenblik, wenn er dem Verdruß oderdem Schmerz unterliegen wollte, sich durch den Gedan-ken daß Gcdult und standhafter Muth, Tugend sey;daß er sich, durch Ausharren, als einen bessern vollkom-menem Menschen beweise, plozlich gestärkt, erheitert ge-fühlt hat: der kennt noch die Macht der Tugend nicht.

Die Principien der Tapferkeit also, welche in der Seeleliegen, das heißt, die wir durch Vorstellungen ausdrükcn

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