Vorhaben voll; er kennt es besser als der Zuschauer; seinerKräfte sich bewußt, weiß er, was er aussühreu wird, undwaS er nicht ausführen kann. Seine Aussichten gehen dafort, wo die curigcn aufhören; in seine,» Geiste liegt eineMenge von MaSregcln, ein ganzer Verrath von Entwür- zfen verschlossen, die sein Unternehmen unterflüzcn; und §-fehlen sie, so wird ihm schon seine unerschöpfliche Empfindsam- 'keit und Heiterkeit helfen. s
Allein, wenn ein Entschluß so weit steigt, daß seine Un-aussührlichlcit gleich sichtbar in die Augen fallt; so mag fauch jeder das von ihm sagen, was er ist. Wenn ein Ent-schluß einen Vorwarf hat, der über das Ziel der Kräfte khinausliegt, so hört er auf heroisch zu seyn, und wird —wie soll ich es nennen? — gigantisch.
Der Muth, der Einschlüsse heroisch macht, läßt gewisse ^Bestimmungen zu, mit welchen das Erhabene steigt: Schnei- fligkeit, Feuer, Beharrlichkeit. Die Schnelligkeit deS Muths, cdiese g'ükliche Leichtigkeit der Seele, ein mit Schwicrigkei- ^ten und Gefahr verbundenes Unternehme» zu überdenken,und zu beschließen, ohne den langen Weg der Ueberlcgung s
und der Berarhschlagung zu gehen, ist mehr ein Geschenk ^
der Natur, als eine Frucht der Bemühung. Diese Schnei- l
llgkeit des Muths treibt mit einem gewissen Ungestümm die r-
Seele z» jeder Art der Unternehmung hin; belebt sie, sich l,
Bahn zu machen, und die Gegenstände, die ihr entgegen- f,
stehen, durch ihre eigene Starke umzuwerfen; entreißt sie f
dem Labyrinth fremder Rathgcbungen, den langen Umweg l
der Ucberlegung, die oft das wichtigste Vorhaben in der s
Geburt crstikr.
Schon in der Schnelligkeit des Muthes liegt Feuer. rDiese Ergießung der Lebensgeister, diese Erhizung der See- l