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nehmen. Welche Gemälde erscheinen hier, indem sie denVorhang der Zeiten aufzieht! Wo sollen wir zu bewun-dern ansangen? wo zuerst unsre Blich heften? Auf jenenJüngling, der, indem er in den Streit fliegt, und seineGeliebte alle Macht der Zärtlichkeit anwendet, ihn zurükzu halten, männlich stark gegen die zaubrische Gewalt derweiblichen Beredsamkeit, stark gegen ihre Thränen, sagt:„ehe ich dir Angehörte, gehörte ich meinem Vaterlande zu?"Ldcr auf jene Edcfti, die einem ganzen Heere sich entge-gen seztcn, dem gewissen Tode für das Vaterland so floh,als einem Feste, entgegengingen, deren Mütter bey derNachricht von ihrem Fall ausrufen konnten: „Dazu ha-be» wir sie geboren;" sich mit Kränzen schmüktcn, und indie Tempel eilten, den Göttern für so brave Söhne zu dan-ke»? Oder auf jenen eben so Vorsichtigen als Tapfern,der, nach der unglüklichcn Schlacht, entkräftet, mit seinemeigenen Blute bcdekt, auf einem Steine sizt, alle Hülfe ei-nes thränenden Mitlcidcns verbittend, seiner Schmerzen,und seiner Erhaltung uncingcdenk, nur die Noth des Va-terlandes empfindet, und, nachdem er dem Senate sagenlassen, was noch zur Rettung Roms zu thun sey, sein ster-bendes Haupt unter die um ihn erschlagenen Soldaten hin-sinkt? Oder auf jenen Patrioten, der zu Spracus daseiserne Joch der Tyrannen zerbricht, dem Staate Freyheit,Frieden, Wohlstand und Reichthum, den zerstörten Städ-ten wieder Häuser, Einwohner, und Geseze gibt, und fürviele Jahre voll Arbeit und Gefahr keine andere Belohnungwill, als, die geliebten Bürger zufrieden zu sehen; aufdich, unsterblicher Lima-leon, der du im Leben die Liebeder Deinen, und im Tode der Gegenstand ihrer Thränenwarst, der du in der Gc.schichte einen Lobspruch zurük ge-lassen, welcher alle Fürsten eifersüchtig machen sollte, dierühmlichste Aufschrift auf den Ehrensäulen und Grabmälern
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