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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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Wenn der Streitbare den Ruhm liebet, so verabscheuetcr daS Blutbad. Hört man auf, Widerstand zu thun, sos hören seine Streiche auch auf; er will nicht Blut, er willst Ruhm, und der Ucbcrwundne, besonders der, welcher deni Sieg schwer gemacht, wird ihm lieb.

! Die Streitbarkeit stellte im Heidenthume Götter in die! Tempel; hernach wurden sie die ersten Edelleute: Ihrscheinen die schwülstige Pracht der Wappen, die gefederteni .Helme, die Trophäen, welche die Schilder siüzcn, die bc-! sondern Farben und Zeichen, wodurch sich die Oberhäupteri in dem Gemenge kenntlich machen, zuzugchoren. Hichcrt gehöret alle kricgrischc Pracht, welche die Helden zieret.

r Diese Rechte, die heut zu tage so sehr geschäzt, aberk doch verkannt werden, sind nicht allein der Hcrzhasrigkeit^ zum Lohne auSgcsezt, sie hat ein viel angenehmeres undl schmeichelhafteres Recht, daS Recht zu gefallen. Der Hcrz-t hafte ist der Held der Liebe, er hat von der Natur Starkel zur Vertheidigung des schönen Geschlechts erhalten, und die-r scS erkennt den Streitbaren für werth, von ihm besiegt zuk werden. Die Hcrzhasrigkcit veredelt alle Vorstellungen, alled Neigungen, sie verbreitet ihren Einfluß nicht nur über denz moralischen Charakter des Menschen, sondern auch über die phy-sische Beschaffenheit des Körpers. Sie theilet ihm den Stolz,den ungezwungenen Vortritt mit, sie gibt die Leichtigkeit,; welche die Schönheit zieret, und daS Unangenehme der Bil-dung mindert. Auö ihr entsteht der Held, seine innere

Die Herzogin von Burgund, die noch sehr jung war, saheinst einen sehr häßlichen Mann a» der Tafel Ludwig des! XIV. und spottete ziemlich laut über stiue Häßlichkeit. „Ich,

l „Madame, sagte der König noch lauter, finde au ihm einen

der schönsten Männer meines Königreichs , denn er ist einer!> von den ta pfe rst en.

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