VolkSgeschwäz. Dafür strahlt nun des Helden Ruhm,je länger, je herrlicher,
Tapfer ist derjenige, welcher, wenn es seine Pflicht er-fordert, dem Feind mir Löwenmuth entgegengeht, und wi-derstehet , und für sein Vaterland oder für den Herrn, demer Treue geschworen, entweder zu siegen oder zu sterben be-reit ist. -) Der Tapfere mnst weder Lust zu leben nochzu sterben haben, sondern allezeit von dein festen Vorsazbeseelt seyn, seine Schuldigleit zu beobachten, und seinemGott leben und sterben befehlen. Zur Tapferkeit gehört eingewisser Enthusiasmus, ohne den nie eine große That aus-geführt worden ist. Ohne einen solchen Enthusiasmus hättesich Lurtius nicht in den Abgrund gcstürzet, Brutusnicht Rom befrcpt, Lolumbus keinen neuen Wclttheil cnt-
dcki, Luther keine Reformation zu Stande gebracht,tcmade keine Uuglüklichen gerettet, und Leopold seine men-schenfreundliche Heidemy..r nicht vollbracht.
Um aber an keine Mastacre von 8uiut Lartkwlem^,nicht an RavaiUacs Köuigsmvrd, nicht an Jacob Dokolchden Kbnig der Anabaplistcn u. d. m. zu gedenken, und allefalsche Begriffe zu entfernen, so lasset unS den Enthusiasmusetwas naher bestimmen. Der Mensch hat Enthusiasmusfür eine Sache, wenn er ganz dabey ist, ganz darin eri-siirt: wenn alle seine Kräfte aus einen Punkt wirken, unddurch jedes Hindernis; neu und höher gespannt werden, ihnzu erreichen: wenn er nur Verdruß fühlt, sobald dieß eine
«) Der Oisicicr, der einem auswärtigen Potentaten dient, strei-tet zwar nicht eigentlich für sein Vaterland; aber er hat sich durchdie beslvworne Verpflichtung, die er dem Fürsten schuldig ist,dem er dient, und von dem er besoldet wird, das Land, dasdieser beherrscht, zum Vaterlands gemacht.