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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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der Hochachtung mit der Tugend entsprang. Wer waren dieersten Edel» ? ( so fragt der vortrcfliche Herr Präsident vonKotzcbue, dieser UebenSwürdigeVerfasser des schöncnBuchs voniAdel.) Es waren die Wohlthäter der Menschheit! Auch derWeise und Tapfre wird für Edel geachtet, wenn er gleichkein Edelmann ist. Adel der Gesinnungen verleiht freylich kei-nen Stammbanm. Auf jedem Pfade der Tugend kann manEdel seyn, doch Glük, Verdienst, Zufall und Gunst müssensich her Tugend zugesellen, um Adelich zu werden,

Schon vor dreyraufend Jahren hat Zsmer in seinerMade den wahren Adel bezeichnet, Damals war Tapfer-keit noch die einzige geltende Münze, wofür man Ruhmund Ehre eintauschen konnte; denn in der Jugend einesStaates blühen die Waffen, ine männlichen Alter die Wis-senschaften, im Greisen-Alter Künste und Handel. Soward mit dem Wachsthum der Cultur, jede'bürgerliche ge-mcimuizige Tugend nach ihrem wahren Werth gewürdigt.Tugend ist der einzige Ade!! rief -Foraz. Nur Tugend adelt!sprach Apulcjus. Fremde Thaten sind nicht unser Eigen-thum! sang Cvid. Nur der Edle ist Adelich gcbohren!schrieb Luripides. Tugend adelt herrlicher, ass das Blutder Könige der Franken! dichtete Marcellus.

Ja Tugend bedarf keines Ranges. Edles Bewußtseynist ihr Schild, eine schöne That ihr Helm. Wer fragt nachAhnen, wb Franklin erscheint? wer fragt nach Titeln, wyRousseau auftritt? wer fragt nach einem Pergament, woalle Herzen reden? Leibnitz, LVclss und Zaller wurden zuFreyherren erhoben, doch spricht man immer noch: Leibnitz,Dlolff und Waller, und erwähnt ihrer Freyherrlichkeiten nurselten. ES gibt Menschen, welche» Titel und Orden Ehr?leihen; eS gibt andre, welche Titeln und Orden Ehre leihen.