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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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keil, ihre Kräfte möchten früh eine bessere Richtung crhai- !tcn haben.

Die meiste Zeit brachten die Ritter mit gegenseitigen ,Befehdungcn in stürmischem Leben zn, beraubten einander !aus geringer Veranlassung, führten die Heerdcn einander jab u. s. f. Kaiser Lricdrich I.. der die vielköpfige H>,- !

dra, ich meyne das Faustrecht, schon zn bcsirciten Muth !hatte, sie aber dennoch nicht bezwingen konnte, suchte wc- jnigstens mehr Ordnung und Billigkeit hineinzubringen. Wiebey der frühern Ritter-Uebcrraschung, oder gar hintcrrüki-ger Angriff des Gegners für ehrlos geachtet ward, unddeswegen die Niederwerfung des Fehdehandschuhes, alsHerausforderung , und dessen Aufhebung als Zeichen der An-nahme galt: so gebot er jezt, wenigstens z Tage vorherdurch einen sichern Boren die Fehde ansagen zu lassen, wo-von das mehrere schon oben angeführt worden ist.

Freylich war cs Gcsez, daS, wie so manche Gesezc da-maliger Zeit, oft bloßer Schatten war. Runz von Villen-bach in den schönen Briefen eines Frauenzimmers aus demX V. Jahrhunderte, der den edlen Marquard bey der Heim-führung seiner Gemahlin, um deren Hand er auch gewor-ben hatte, aus Rache und Eifersucht so schimpflich im Wal- Ide überfällt, und wie ein straßenranberischcr Bube mordet,ist mit so vielen andern Geschichten, Zeuge davon. h

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Als Graf Ulrich II. von Wirtcmberg einst von einemTurnier zurükkam, daö zu Metz gehalten worden war, glükte keS einem von Vinsliiigen, ihn unterwegs niederzuwerfen, und ^der Graf mußte demselben 100,000 Mark Silbers Ranzkonbezahlen, welche Summe er hernach von seinen Landvbg-ten in Schwaben und Elsaß wieder einzuziehen wußte. Auchrechne man hiehcr die Geschichte, da der berüchtigte Schwa-