rcn die Unternehmungen des HerzogS von Vourbon In Lyongegen die Straßenränder, weiche darinn gewaltig hauseten:die des 8sncterrs in Preußen gegen die Gözendiener; des 6n6usLÜll in Arragonien gegen Pecer den Grausanicn, desU-mcicsut in ganz Frankreich; um Frauenzimmern ihre Gu-ter wieder zu verschaffen, deren sie wahrend der Unruhenwaren beraubt worden. Er hatte es oft mit Verdruß ge-sehen, daß diese Damen und Frauen gcnbthiget worden,ihre Klagen an die Quelle der Gerechtigkeit zu bringen.ES verdroß ihn, daß die Ritterschaft nicht von selbst ihrUnrecht gerathet, und beschloß einen Orden von dreyzchi;Rittern zu stiften, welche sich auf zwölf Jahre verbunden,die Rechte der Frauenzimmer, die ihre Hülfe forderten, zuvertheidigen. Jeder trug einen goldenen Schild am Arm,auf welchem das Bild einer weißen Dame im grünen Schildestand. Daher führte diese Brüderschaft den Namen derweißen Dame in grünem Schilde.
Man muß inzwischen nicht glauben, daß die Verbindun-gen allemal auf Lebenslang geschlossen worden; sie wurdenoft mir zu einer einzelnen Unternehmung, als auf ein Ge-fecht, ein Turnier, eine Schlacht, eine Belagerung, einenSturm, einen Fcldzug bestimmt. Der Graf von St. Lo»lombc war vor Reuen gefährlich verwundet worden, derHerzog von 6uile, der die Belagerung führte, besuchteund versicherte ihn, daß er ihn als seinen Waffenbruderund Cameradeu im Sturm betrachte, und wenn er besserwürde, mit ihm sein Gut und Vermögen theilen woll-te. Ich muß »och aus einer andern Quelle folgendes hinzu-sezm.tt) Zoinville erzählt, daß ein Kaiser von Cousiantinopclund der König der Cumaner eine solche Brüderschaft derWaffen geschlossen. Um diese Verbindung fester zu ma-
*) Encyklopädie, Merz 1775.