daS Schildes-Haupt, und Frankreichs Wappen der Her-zog von Oesterreich blaue und goldene Lilien. Ferdinandvon Neapel adoptiere auf solche Art den Grav Philipp vonCray, gab ihm das Wappen, verleibte ihn folglich derköniglichen Familie ein, ohne dgß er ein Erbrecht erhalten,Die Venetianer haben dem Herrn von Argcnsdn ihr Wap-pen in seinen Schild gegeben; und die Grimaldi in Ge-nua, haben die Gliva und Vcba auch aus diese Weisezur Familie angenommen. Sie erhielten die Erlaubniß, inö-künstige den Versammlungen der Familien beyzuwohnen, mitdem Bedinge, daß sie die nöthigen Kosten zu Unterstü-zung ihrer Würde mit beytragen sollten. Solche Verbin-dung verschicdner Häuser nennet man in Genua Albcrgo, ,
Wir kommen nun aus die Waffenbrüderschaften, die in?tereffantcr sind. Man kann diese nuzbare, und der altenRitterschaft rühmliche Verbindungen dein Adel und demSoldaten in gewissem Betracht nie zu viel unter Augen le-gen. Ein Waffenbruder mußte der Feind von den Feindenseines Eamcraden seyn, und keinen öffentlich für seinen Freundangeben, den er nicht mit ihm gemein hatte, Der Herzogvon Lgurbon trieb die Zärtlichkeit hierin so weit, daß erdem Heinrich Trastamare, König vpn Eastllien, sin An-lchcn blos dcßhalben versagte, weil dieser Prinz ein. Feinddes Leucicaul war. Halte ein Bruder Beystand nöthig §so mußte der andere keine Gelegenheit, ihm zu dienen, ver-säumen, keine Dienstleistungen, die er ihm thun konnte, ver-sagen und keinen Vortheil für zu groß halten, um ihm den-selben nicht aufzuopfern. Alle ihre gegenwärtigen und künf-tigen Güter waren gemeinschaftlich, und selbst eines jedenLeben des andern Befrryung gewelhet. Sie vergaßen nie-mals und bey keiner Gelegenheit die Paude, durch welchesie vereinigt waren. Da sie sich wechselsweise unlerstüzten,