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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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u. dgl. einige Aufmerksa>ukeit auf sich ziehen konnte, mußtesein ritterlicher Thatendurst, nur um so mehr crhizt wer-den. Welch ein Eindruk musite es seyn auf das zarte, vonFraucnzimmcrhandcn gebildete Herz, wenn er, der Zeugeso mancher ehrlichen Thaten seines Herrn, nun sah, wiediesem, wenn er den Gegner nicdcrgcrennt, die Frauen undJungfrauen dankten, und die versammelten Ritter einandersahen und sprachen: So helf mir Gott, ais daS

ei» wakrer Ritter ist!

Sonst hatten diese Knappen noch verschiedne Verrichtun-gen. Sie mußte» die ankommenden Ritter empfangen, siebedienen, kurz, die Honneurs des Hauses machen. BeyTurnieren hatten sie untereinander auch ilw eignes Vorspiel.Nämlich den Tag vor dem eigentlichen Turnier übten siesich mit leichteren Waffen, als die der Ritter waren. DieDamen waren auch hier Zuschauerinnen, und die Knappen,die den Preis davon trugen, oder sich am besten hervorge-than hatten, erhielten oft das glänzende Vorrecht, in dengrößer» Turnieren unter den Rittern selbst kämpfen zu dür-fen. Das Ein und zwanzigste Jahr war dann ordentlichdie bestimmte Zeit, wo sie zum Orden der Ritter, nachdemsie zuvor Knabcnweise gedient, konnten eingeweiht werden.Nach wie vielen Vorbereitungen von Beten und Fasten,>den» Religion war immer mit eingewebt ja gar an-dächtiger Beicht lind Genuß des heil. Abendmahls, auchGebrauch von Badern, Anzng weißer Kleider, dem Sym-bol der Riltcrcinigkeit, und unter wie mannigfaltigen Ce-remonien diese Weihe vor sich ging, zeigen häufige Bei-spiele.

Ein Priester, (w"s aber doch nur Einrichtung spatererZeit scheint) der Verkünder des Friedens, mußte den Kan-didaten der Würde einsegnen und ihm de» Nittereid abnch-