gelungen seyn, das Bild eines tapfern, klugen und tu-gendhaften Offiziers mit so schönen Farben der Wahrheit gemäß entworfen; dagegen die Ducllfucht, dieRachbegierde, die Unmäßigkett und andere Laster inihren häßlichen Gestalten so natürlich geschildert zu ha-ben, daß der beglückenden Tugend noch mehr Herzengewonnen, dem verderblichen Vorurrheil aber seineHerrschaft immer merklicher entrissen würde! Möchtedoch dieses sonst unbedeutende Werk, eine heilsameVeranlassung zu Abwendung nur Eines einzigen Un-glücks werden, und dem Staate auch nur Einen bra-ven Mann erhalten! O wie glücklich würd' ich michschäzcn!
Gönnen Sie wenigstens, meine jungen Freunde,diesen Betrachtungen die ganze Aufmerksamkeit, dieSie Ihrem eigenen Besten schuldig sind. Thun Siedas um so mehr, da die unächtc Herzhaftigkeit in ih-rem schimmernden Kleide so vieler Augen verblendet,da das ePoint ci'iwnnonr für unsre Wohlfahrt oftso verwüstend, und dennoch beym ersten Anblik so ver-führerisch ist, daß selbst verständigere lind edlere See-len nicht selten in Gefahr kommen, von demselbenüberwältigt zu werden.
Von Euch, gute Väter, zärtliche Mütter, hoffeich wenigstens Nachsicht, wenn ihr meinen Gegenstandnicht so vollkommen, als ich wohl wünschte, bearbei-