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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 13. Dezember.

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Her ödes ließ den heiligen Apostel Jakobus hinrichten,(,sieh das obige Bild!) und wurde dieser That wegenvon den Juden sehr gelobt. Durch diese Lobeserhebungenermuthigt, ließ er nun auch den heiligen Petrus gefangennehmen. (Apostelgesch. 12.) — Siche, soviel Unheil richtetdas sündhafte Lob an; darum wehe allen Schmeichlern undLobhudlern, die dadurch Andere nur im Bösen ermunternund bestärken!

Fr. Was heißt das: „Die Sünden Andererübersehen oder nicht strafen?"

Antw. Es heißt: Sünden und Vergehungen, diedurch unser Ansehen gestraft und gebessert werden könnenund sollen, ungestraft hingehen lassen.

Belehrung. Dieser Sünde machen sich schuldig dieObrigkeiten, welche die Verbrecher, — und Eltern,Lehrer und Erzieher, die ihre Kinder nicht strafen, wennsie fehlen, sondern sie durch zu große Nachsicht verziehenund verderben. Allen diesen ruft der weise Salomon zu(Spr. 24, 24—25.): „Die zum Gottlosen sagen: du bistgerecht! solche werden verflucht von den Völkern und verab-scheut von den Geschlechtern. Die ihn aber strafen, werdengelobt werden, und über diese wird Segen kommen." lindwiederum ruft er insbesonders allen Eltern, Lehrern undErziehern zu (Spr. 23, 13—14.): „Entzieh' einem Kinde

die Züchtigung nicht!Denn wenn du es mitder Ruthe schlägst, wirdes nicht sterben ....du wirst seine Seele vorder Hölle bewahren."

Ungestraftheit undNachsicht für das La-ster," sagt der heiligeAmbrosius, „ist denBösen ein Antrieb zujeglichem Frevel," undder heilige GregorvonNazianz fügtbei:„ Ein Laster lehrt man,wenn man es nicht be-straft. "

Beispiele und An-wendung. Durch allzu-große Nachsicht sündigteHeli. Er warnte undmahnte zwar seine entarteten Söhne; allein er strafte sienicht. Daher sprach der Herr zu Samuel: „Er hat gewußt,wie schändlich seine Söhne sich aufführen, und hat sie nichtgestraft; darum habe ich es dem Hause Heli geschworen,daß diese Sünde nicht versöhnt werden soll weder durchOpfer noch durch Gaben ewiglich." (1. Kön. 3, 13.) Vaterund Söhne wurden wie bekannt mit dem Tode bestraft.Ja wirklich, sehr strafbar sind alle jene Eltern, Lehrer undErzieher, welche die Unarten und Vergehungen der Ihrigennicht strafen. Als einst Diogenes einen Knaben sah, derhastig seine Mahlzeit verzehrte, so gab er seinem Erziehereinen Schlag, weil es an ihm gewesen wäre, diesen Fehlerdes Knaben abzustellcn. So werden auch von Gott jeneEltern und Lehrer gezüchtigt werden, die die Unarten undSünden der ihnen anvertrauten Kinder ungestraft hingehenlassen.

Fr. Was will endlich dieß sagen: „Die Sün-den Anderer v ertheidigen?"

Antw. Es will sagen: Irgend eine Sache, dieman als unrecht und falsch erkennt, in Worten ooerSchriften entschuldigen und rechtfertigen, oder böseHandlungen und Ungerechtigkeiten in Schutz nehmen undihnen das Wort reden.

Belehrung und Beispiel. Die Sünde Anderervertheidigen 1) Advokaten und Gerichtspersoncn,welche ungerechte Prozesse durchführen; 2) falsche Zeugen,