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Drittes Hauptstück. Von den
äußerlichen Arbeiten beschäftigt. Die Mutter, stets aufVersorgung der Tochter bedacht, schätzte sich überausglücklich, als eine sehr angesehene Frau die Rosa fürihren einzigen Sohn zur Ehe verlangte. Allein Rosaweigerte sich standhaft, zu der angetragenen Verbindungihr Jawort zu geben. Deßhalb wurde sie von denIhrigen mit den härtesten Vorwürfen überhäuft, ja sogarmit Schlägen mißhandelt. Sie aber duldete schweigend Alles
Bruderschaften und Missionen.
und war voll Ehrerbietung gegen die Mutter, voll Liebegegen die Geschwister. Später empfing Rosa das Ge-wand der Schwestern des dritten Ordens des heiligenDominikus, blieb aber im elterlichen Hause, unterzogsich jeder Arbeit und diente Allen, als wäre sie die ge-ringste von Allen. Die Leiden, die körperlichen wie diegeistigen, waren der Glutofen, aus dem ihr Geist reinwie geläutertes Gold hervorging. Durch den bloßenAnblick eines Kruzifixes oder eines Bildes der Mutter-Gottes wurde ihr Herz entflammt in heiliger Liebe, undihr Auge erfüllt mit Thronen zärtlicher Rührung. DreiJahre vor ihrem Tode ward sie von einer gefährlichenKrankheit befallen, und hatte die ganze Zeit die pein-lichsten körperlichen Leiden durch anhaltende Gicht zu er-dulden. Unerschütterlich blieb aber ihre Ergebung inden göttlichen Willen, und wundervoll waren die Begna-digungen, mit denen Gott seine ausharrende Dienerinerquickte. Sie starb im 32ten Jahre ihres Altersi. I. 1617.
Gebet. O Gott! der du der heiligen Rosa beiihren Leiden die größte Geduld verliehen hast, gib unsauf ihre Fürbitte die Gnade, alle unsere Widerwärtig-keiten mit Ergebung in deinen heiligen Willen zu er-tragen, und stärke uns oft au^ unserer irdischen Pilger-fahrt durch die Weihungen, Segnungen und heilsamen Heb-ungen der Kirche — durch Christum, unfern Herrn. Amen.