Am Feierabende des 13. August.
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Wasser zu schütten für die heilige Messe imNamen des Herrn." — Nach Ertheilung dieser Weihefordert der Bischof alle Anwesenden ans, ihr Gebet mit demseinigen zu vereinigen. „Meine vielgeliebten Brüder," sagter, „lasset uns Gott, den allmächtigen Vater bitten, er mögeseine Diener, welche im Range der Akolythen stehen, segnen,damit sie, wie sie das sichtbare und leibliche Licht in ihrenHänden tragen, so mit der Gnade unseres Herrn das gei-stige Licht bewahren." Dann fährt er fort: „Heiliger Herr,allmächtiger Vater, ewiger Gott, der dn durch deinen SohnJesus Christus unfern Herrn und durch seine Apostel dasLicht deiner ewigen Klarheit in die Welt hast bringen lassen,der du gewollt hast, daß bei seinem Tode am Kreuze ausder Wunde seines Herzens Blut und Wasser fließe für dasHeil der Welt, wir bitten dich, du mögest deine Diener,welche du zum Amte der Akolythen berufen hast, segnen;erleuchte ihre Erkenntniß, entzünde ihre Herzen mit demFeuer der Liebe, damit sie, erleuchtet von deiner Klarheit,dir getreu dienen —durch Jesum Christum, unfern Herrn." —Dreimal erhebt der Bischof sein Flehen zum Himmel, undman erkennt aus seinem bewegten und feierlichen Gebete,wie hoch die Kirche das Amt der Akolythen, als in naherBerührung mit dem hochheiligen Opfer stehend, schätzt. —Aus dem über die niederen Weihen Gesagten, erkennet ihrzur Genüge, wie in den Augen der heiligen Kirche Alles,was zum Dienste Gottes gehört, auch dessen unterste Ver-zweigungen, einen hohen Werth hat. Die Pförtner, die Vor-leser, die Exorcistcn, die Mcßdiener können in Folge der vomBischöfe erhaltenen Weihe die Worte des Apostels auf sichanwenden: „Die Menschen sollen uns ehren alsDiener Jesu Christi." Wir müssen sie also ehren;aber sie nicht blos ehren, sondern auch für sie beten, damitGott seine Gnaden über sie ausgieße und sie würdige Die-ner seines Hciligthumes und getreue Ausspender seiner Ge-heimnisse werden laste.
Heiden Vertrieben, wollte er nach Rom wallfahrten.Auf dem Wege kam derselbe nach dem Forum Cornelii(Jmola), sah das Volk dem Götzendienste ergeben, undbeschloß, hier den wahren christlichen Glauben anzubauen.Um dieß leichter zu erzielen, sing er an als Schullehrerdie Knaben zu unterrichten, um die Verehrung derGötzen durch vernünftigen Unterricht zu vernichten, unddas zarte Alter für die Wahrheiten des christlichenGlaubens empfänglich zu machen. Bei dem Präfektender Stadt darüber zur Verantwortung gezogen, erklärteder heilige Mann, daß er Jesum Christum, den Gekreu-zigten, den Urheber des Heiles der ganzen Welt, denUnwissenden predige. Als er darauf beharrtc, übergabder Präfekt den Lehrer dessen eigenen Schülern, denener verhaßt geworden war, damit sie ihn tödten könnten.Die rohen Schüler banden den heiligen Lehrer an einemarmorne Säule, durchbohrten ihn mit eisernen Grif-feln und tödtcten ihn langsam und grausam. Ein sel-tener und schauerlicher Martertod! Der Leib des heiligenBischofs und Marthr's Cassianns ruht in der Cathc-drale zu Jmola.
Legende: Der heilige Bischof und MärtyrerCassianns (si 362).
Durch all diese niedern Weihen und Stufen stiegauch der heilige Cassianns, dessen Fest auf den heu-tigen Tag fällt, hinan zur erhabenen Würde des Prie-sters und Bischofs. Dieser Heilige, ein durch göttlicheWissenschaft und durch Heiligkeit des Lebens berühmterMann, kam nach Sabioua (Sebcn), bekehrte die Leutejener Gegend (Brixen) zum christlichen Glauben, bauteeine Kirche zu Ehren der Mutter Gottes und JungfrauMaria, und wurde vom Patriarchen von Aquileja znmersten Bischof von Sabiona geweiht. Von da durch die
Gebet. O Gott! bewahre uns gnädig vor jenemschwarzen Undanke gegen unsere geistlichen und weltli-chen Lehrer, den der heilige Bischof und MärtyrerCassian von seinen eigenen Schülern erfahren mußte,und gib, daß wir dem geistlichen Stande stets jeneEhrfurcht und Liebe erweisen, welche ihm wegen seinererhabenen Würde gebühret, — durch Christum, unfernHerrn. Amen.