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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 13. August.

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dem Bischöfe die Worte uachspricht:Du, o Herr, bistmein Erbe und mein Antheil; du wirst mir meinErbtheil wieder zurückerstatten." Dieses Abschnei-den derWaare, mit welchem die Aufnahme in den geistlichenStand geschieht, bedeutet die Verzichtleistung auf das zeitliche Gutund alles irdische Treiben, welchem der Geistliche entsagt;die Worte, welche dabei gesprochen werden, weisen auf denDienst hin, welchen er anzutreten entschlossen ist. Als im-

merwährendes Zeichen dieses ihresBerufes tragen die Geistlichen ihrHaar in Form einer Krone ge-schoren. Der ehrwürdige Bedabehauptet, der Erste, welcher dies Tonsur getragen, sei der heiligePetrus gewesen, und nach seinemBeispiele tragen sie alle Geist-'ichen zum Andenken an die Dor-nenkrone des Herrn. Die Ton-iur ist also nicht erst seit neuerenZeiten in die Kirche Angeführtworden. Schon der heilige Dio-nysius, der Areopagit, thut der-selben Erwähnung, und der hei-lige H i e r o n y m u s schreibt an denheiligen Augustin:Grüßemirbei deiner Krone den Evodius undAlippius!" DerheiligeAugustinhinwiederum schreibt an einenFreund:Meine Bekannten bit-ten dich bei deiner Krone." Dar-aus sieht man, wie hoch die hei-ligen Väter die Tonsur in Ehrenhielten, da sie die Geistlichen beiihrer Tonsur grüßten und baten.Tragen auch wir Ehrfurcht gegendieses heilige Zeichen des geist-lichen Standes! Die Tonsur istallerdings blos ein Zeichen, aberdennoch das Zeichen einer ehrwür-digen Sache; sie ist das Sinn-bild der Trennung der zum Dienstedes AltarcS auserseheneu Schaarvon den Laien. Beten wir fürDie, welche dieselbe tragen oderempfangen wollen! Gott verleiheihnen das Licht seiner Gnade unddie Vollkommenheit aller Tugenden, damit sie des hei-ligen Dienstes, zu welchem Gott sie berufen hat, wür-dig seien!

Fr. Welches sind die vier niedern Grade oderStufen in der Priesterweihe?

Antw. Die erste Stufe der Weihe ist die derPförtner (Ostiariat), die zweite die der Vorleser