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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 19. Februar.

zu einem neuen bessern und gottwohlgefälligen Leben)?! Undwie soll denn das geschehen? Siehe, auch dieß will ich dir ineinem einfachen Beispiele zeigen. — Ein junger Mensch begegneteeinmal nach Ostern einer Person, mit welcher er vorher einenverbotenen Umgang gepflogen, die aber das große Gluck hatte,sich zu bekehren. Erstaunt, daß sie, ohne auf ihn zu achtenund ihn zu grüßen, an ihm vorüberging, redete er sie alsoau : „ Kennen Sie mich denn nicht mehr? Ich bin ja der undder..." Sie antwortete aber: „Mögen sie jener sein!ich aber bin nicht mehr Jene." — Das heißt von denTobten aufcrstehcn, wenn man seine früheren Sündenwege ver-laßt, seine sündhaften Gewohnheiten, Bekanntschaften undNeigungen aufgibt, und Nichts mehr sucht, Nichts mehr will,als nur Christum und der Seele Heil. — Die heilige katho-lische Kirche, unsere liebevolle und weise Mutter, fordert gleich-falls eine solche heilsame Auferstehung von allen ihren Kin-dern; darum verordnete sie nicht ohne weise Absicht geradezur Osterzeit die sogenannte österliche Beicht und Com-munion. Wohl Jenen, die dem Rufe ihres auferstanvenenHeilandes und der weisen Anordnung ihrer heiligen Kirchetreulich folgen!

Legende: Der heilige Simeon, Bischof undMärtyrer, sch 107.)

Wodurch tröstete sich der heilige Bischof und Mär-tyrer Simeon, dessen Andenken wir am heutigen Tagefeiern, bei seinen Martern und Leiden, die er um deschristlichen Glaubens willen erduldete? Durch Nichts An-ders, als nur durch den Gedanken au die einstige glor-reiche Auferstehung. „Ich will mit Christo sterben," riefer aus, „um mit Christo auch auferstehen zu können." —Der heilige Simeon war ein naher Verwandter JesuChristi und Zeuge seiner Thaten und seines Lebens, sei-ner Auferstehung und Himmelfahrt. Nach dem Tode desheiligen Jakobus wurde er dessen Nachfolger auf dem bi-

schöflichen Stuhl zu Jerusalem. Schon fünfundvierzigJahre lang hatte er die Kirche zu Jerusalem regirt unddas seltene Alter von hundertundzwanzig Jahren erreicht,als er ein Opfer der Verfolgung wurde. Die Römersuchten nämlich alle Abkömmlinge aus dem GeschlechteDavids auszurotten, weil die Juden einen König undErlöser aus diesem Hanse erwarteten. Da nun der hei-lige Simeon ein Christ war und zugleich aus dem Ge-schlechte Davids abstammte, so wurde er zum Kreuzes-tod verdammt, 'den er mit einer bewunderungswürdigenGeduld erlitt im Jahre 107 — gestärkt und getröstetdurch den Gedanken an die einstige glorreiche Auferstehung.

Gebet. Herr, himmlischer Vater! zu unsermTröste ist dein eingeborner Sohn, unser Herr und Hei-land Jesus Christus, von den Todten wieder anferstan-den, um dadurch auch in uns die Hoffnung auf einekünftige Auferstehung zu beleben; gib, daß wir uns, wieder heilige Bischof und Märtyrer Simeon, durch diesentröstlichen Gedanken in allen Leiden und Widerwärtig-keiten dieses Lebens stärken, und daß wir durch wahreBusse hienieden zu einem neuen Leben auferstehen mögen,damit wir dort einst auferstehen können zur ewigen Glorie.Durch denselben Christum unfern Herrn. Amen.

Fünfzigstes Lesestück.

Am Feierabende des 19. Februar.

Die Wundmale Christi.

Fr. Wie ist Jesus vom Tode auferstanden?

Antw. Aus eigener Macht, unsterblich und glorreich,als Ueberwinder der Welt, des Todes und der Hölle undmit den fünf Wundmalen geziert, die er in seinem Leidenempfangen hat.

Belehrung. Das ist ein wunderschönes Bild! — dasBild des auferstandenen Heilandes, wie wir eswährend der heiligen Osterzeit auf unfern Altären erblicken.Hast du es noch nicht recht betrachtet, mein Christ? So blätterezurück und betrachte es einmal im achtundvierzigsten Lesestück.Siehe, in diesem Bilde ist die ganze Art und Weise darge-stellt, wie Christus auferstanden ist. — Er ist auf-erstanden 1) aus eigener Macht d. h. durch die Kraftseiner Gottheit; daher hebt er die drei Finger seiner rechtenHand empor, um uns dadurch zu betheucrn, daß er wahrer Gott seiund sich selbst kraft seiner Gottheit wieder zum Leben erweckthabe. 2) Er ist aufcrstanden unsterblich und glorreich;daher erscheint er in einem verklärten Leibe, und deßhalbschreibt der heilige Paulus (Röm. 6, 9.): „Nachdem der

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