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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Erstes Hauptstück. Und an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unfern Herrn.

Würde eines Propstes an der Domkirche zu Genf, woer durch Predigen und Beichthören mit besonderm Segenund Nutzen wirkte. Unerwartet groß war solcher aufeiner Mission, welcher er sich im Herzogthume Chablais,das von der Irrlehre Calvins völlig angesteckt war, unter-zog; 72,000 Irrgläubige kehrten in den Schooß der wahrenKirche zurück. Er wurde hierauf zum Koadjutor undNachfolger des Bischofes von Genf ernannt, und im Jahre1602 zum Bischöfe geweiht. Als Bischof diente er Gottin dem Nächsten und wurde Men Alles. Sein Hauswar ganz einfach eingerichtet, er hatte wenige, aber got-tesfürchtige Personen um sich. Seine Reisen machte ergrößteutheils zu Fuß, und kein Weg war ihm zu be-schwerlich, um seine Schäflein aufzusuchen, und mit derLehre des Heiles und dem Brode des Lebens zu erquicken.Bei aller Thätigkeit im oberhirtlicheu Amte fand er auchnoch Zeit, überaus nützliche Schriften zu verfassen, indenen die christliche Vollkommenheit in ihrer ganzen Lie-benswürdigkeit dargcstellt ist. Weltbekannt ist sein Buch:„Philothea oder Anleitung zum andächtigen Leben," durchdas schon viele Tausende auf den Weg des Heiles ge-bracht wurden. Der liebenswürdige Heilige starb in Lyonam 27. Dezember 1622, und wurde in dem Haupt-kloster des von ihm gestifteten Fraucuordens von derHeimsuchung zu Annech beerdigt.

Gebet. O Gott! wir erkennen unsere Schwächeund fühlen die traurigen Folgen der Erbsünde in uns;hilf uns durch die mächtige Fürbitte der allzeit unbefleck-ten Jungfrau Maria und ihres eifrigen Verehrers, desheiligen Franz von Sales, daß auch wir unbefleckt wan-deln und einst unbefleckt vor deinem heiligen Angesichterscheinen möchten. Durch Christum unfern Herrn. Amen.

Dreißigstes Lesestiick.

Am Feierabende des 30. Januar.

Zweiter Glaubensartikel:

„Und an Jesum Christum, seine» eingebornen Sohn, unfern Herrn."Von den beiden Namen des, göttlichen Erlösers: „Jesus" und„Christus."

Fr. Ließ Gott die Menschen in dieser traurigen Lage,in welche die erste Sünde sie versetzt hatte?

Antw. Nein; Gott erbarmte sich ihrer und versprachihnen einen Erlöser. „Ich will Feindschaft setzen zwischendir und dem Weibe, und zwischen deinem Samen undihrem Samen; sie wird deinen Kopf zertreten, und duwirst ihrer Ferse nachstellen." (1. Mos. 3, 15.)

Fr. Ist dieser verheißene Erlöser auch gekommen?

Antw. Ja; „als die Fülle der Zeit kam, sandte'Gott seinen Sohn," (Gal. 4, 4.) Jesum Christum.

Darum handelt von ihm auch gleich der zweite Glaubens-artikel: „Und an Jesum Christum seinen einge-bornen Sohn, unfern Herrn."

Fr. Warum heißt der Erlöser Jesus? Was be-deutet dieser Name?

Antw. Der Name Jesus bedeutet: Erlöser,Heiland, Seligmacher. Es ist dieses der h eiligste,dersüsseste und mächtigste Name, den es im Him-mel und auf Erden gibt.

Belehrung. Jesus heißt soviel als Erlöser, Hei-land oder Heilbringer, Seligmacher; darum sprachder Engel des Herrn zu Joseph: „Maria wird einen Sohngebären; dem sollst du den Namen Jesus geben; denn erwird sein Volk erlösen von dessen Sünden." (Matth. 1,21.)Es gibt keinen heilig ern Namen als den Namen Jesus;Gott selbst hat ihm ja diesen Namen gegeben. Daher schreibtder heilige Paulus (Phil. 2, 10.): „Gott hat ihn erhöhtund ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, sodaß im Namen Jesu sich beugen die Kuiee Derer, die imHimmel, auf der Erde und unter der Erde sind." Es istaber auch zugleich der süsseste und mächtigste Name.

Fr. Warum ist der Name „Jesus" der süssesteName?

Antw. Weil er allen Denen, die ihn fromm ver-ehren und andächtig aussprechen, Trost und Süßigkeitgewährt.

Belehrung. Welche Seelenfreude gewährte der heiligeName Jesus allen frommen und heiligen Dienern Gottes!Dckher verehrten sie denselben mit außerordentlicher Andacht.Der heilige Paulus schon bediente sich dieses süssen und hei-ligen Namens unendlich oft. In seinen vierzehn Briefen kommtderselbe zweihundertneunzehn Mal vor. Wie oft mag er erstdiesen heiligen Namen mündlich ausgesprochen haben? SeinemBeispiele folgten in der Verehrung des heiligen Namens Jesualle Heiligen Gottes nach; in ihm fanden sie stets Trost inLeid und Freud und in ihrem Herzen fühlten sie eine unaus-sprechliche Süssigkeit, so oft sie diesen heiligen Namen aussprachen.

Beispiel und Anwendung. Wir sehen dieß ganzbesonders an dem heiligen Bernhard. Dieser bekennt selbstvon sich, der Name Jesus sei seinem Herzen das mächtigsteLabsal, seinen Lippen süsser als Honigseim, seinem Ohre derschönste Wohlklang. Darum ruft er aus: „Trocken ist fürdie Seele jede Speise, die nicht begossen ist mit dem Oeledes heiligen Namens Jesus; geschmacklos ist sie, wenn sienicht gewürzt wird mit dem Salze dieses heiligen Namens.Schreibst du Etwas, so finde ich keinen Geschmack daran, wennich nicht den Namen Jesus lese; sprichst du Etwas, so schmeckt

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