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6 (1852) Die Gruendung Prags
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V i w o g.

In Eintracht soll der Segen Früchte tragen!

S l a rv o sch.

Ja tausendfältig, bis zu ew'gen Tagen!

(Sie umarmen sich.)Druhan und Lhobol.

Wir kehren, Fürstin, wieder aus dem Wald,

Wo sich der stein'ge Berg zum Thale theilt,

Das Büchlein Brusna zu der Moldau eilt,

Und wo der Berg sich in Delphins GestaltZum Büchlein schwingt, dort fanden wir den Klen,

Des Smili Sohn, mit Südiroh dem Sohn,

Sie zimmerten, und als sie uns ersehn,

Ruht ihre Axt, sie waren fertig schon;

Wir grüßten, fragten:Meister und Geselle,

Was zimmert ihr?" Sie sprachen:Prag, die Schwelle!"

(Eine Stille.)

Libu ssa

(wird ernst, schaut i» die Ferne hinaus und steigt auf Krokus Stuhl undspricht, als sähe sie die Stadt vor ihren Augen entstehen).

Die Berge treten ehrfurchtsvoll zurück,

Es öffnet sich des Thales sich'rer Schooß,

Denn oben schwebt das wandelbare Glück,

Und wirft der Nachwelt rätselhaftes Loos.

O Herrlichkeit! sie wächst vor meinem Blick,

Sie steigt, sie windet sich, wie wird sie groß!

Schon ruft sie, spiegelnd in der Moldau Welle:

Prag, Prag heiß ich, bin deines Ruhmes Schwelle!"

Ich hör' das Beil, es lichtet durch den Wald,

Und feste Häuser steigen rings empor,

Sie reihen sich in wechselnder Gestalt,

Die Mauer schirmt, es wehret Thurm und Thor,