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Trinkt Wasser, bändigt frecher Triebe Brunst,
Sprecht recht ohn' Kunst, braucht nie das Wort mit Gunst,Bor euch sei Jeder namenlos, geschlechtlos,
Und gabenlos, sonst werdet ihr mir rechtlos.
Und so ihr faul, feil, geil und schmutzig seid,
Tret in den Koth ich die Nichtsnutzigkeit.
Der Richter, der Geschenken je sich neigt,
Der lüstern nach der schönen Klägerin schielt;
Und der, die Hilfe sucht, sich selbst empfiehlt.
Der, wenn er sprechen soll, die Hand hinreicht,
Und mit den Augen nach dem Beutel zeigt,
Der ist ein Dieb, der mir das Haus umschleicht,
Der ist ein Dieb, der mir in's Fenster steigt,
Der ist ein Dieb, der meine Ehre stiehlt.
Der Kläger, der Geschenk dem Richter bringt,
Metall, Frucht, Fleisch vom Menschen oder Thiere,
Was es auch sei, womit er ihn verführe,
Verliert sein Recht, wie es ihm auch gelingt.
Erst soll der Richter den Bestecher hängen,
Und dann sich selbst an selbst geflocht'nen Strängen.
Hiemit sei das Gesetz heut' abgetagt,
Es spreche jetzt, wer bittet oder klagt.
Druha ii.
O gründe uns, Libussa, eine Stadt,
Wo Jeder Raum sich anzusiedlen hat;
Daß Alle sich in deinem Rechte sonnen,
Äst allzusehr des Volkes Fluth zerronnnen,
Zu Pflicht und Schutz find wir so weit getrennt,
Daß Einer hier den Anderen kaum kennt,
Nun wolle uns nach guter Stelle schauen.
Priinisi «ii s.
Libussa! Seherin! wo ist gut bauen?
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