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P r i in i s l a » s.
Nun aber gönnet mir, ihr tapfern Chechcn,
Ein ernsthaft Ritterwort mit euch zu sprechen.
Dem Leib des Menschen gleicht des Staates Leben,Daß nicht ein Glied das andere verletze,
Muß nur ein Geist in allen Gliedern weben,
Der Geist des Rechts, die Einheit der Gesetze.
Um den Besitz zum Eigenthum zu heben,
Ist nöthig, daß ich Jedem Grenzen setze,
Die Feldmarktheile, Maaß, Gewicht, begründe,
Und einer festen Münze Werth verkünde.
Dies Alles soll in erster Zeit geschehn,
Doch Folgendes von jetzt, als fest bestehn.
Des Staates Kraft ist der Familien Einheit,
Die Einheit aber gründet sich auf Reinheit,
Und Reinheit ist entgegen der Gemeinheit.
Es soll das Weib nur eines Mannes sein,
Und nicht wie jetzt, stets mehreren gemein.
Des Mannes Ehr' geh' aus des Weibes Leibe,
Daß Kindern ihres Vaters Name bleibe,
Daß gute Art durch Buhlerei nicht sterbe,
Der Bastard nicht des Sohnes Gut erwerbe!
Volk.
Ein weises Wort, Heil dir, o Primislaus!
M,i'<Idlcin und Meid er.
Auch uns ein Recht! Libnssa, sprich es aus!
Libussn,
Dem Manne, der ein zweites Weib erkoren,
Dem sei die erste, und ihr Gut verloren,
DaS Seine doch muß er den Kindern theilen,
Und dieses gelte so von beiden Theilen,
Denn was dem Ziele gilt, gilt auch dem Pfeil.
Vl. 26