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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
Seite
391
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Mit böser Kunst die Seele ihr entzügelt,

Und mit verfluchtem Rausche sie geflügelt.

D rz c w o s l a u s.

Lapack, von dir sei heut' um MitternachtZwratka, dein Weib, zum schwarzen Stuhl gebracht.

Lapa ck.

Ich sag es ihr, doch kann ich sie nicht zwingen,

Sie ist ganz voll von wunderbaren Dingen,

Wenn gleich durch ihre Maifahrt noch von Kräften,

Zog sie schon früh in heiligen Geschäften.

Vielleicht ist sie heut' Nacht auch nicht zu Haus,

Sie geht in dieser Zeit sehr oft zum Schmaus.

Wlasta wird auch nicht von der Reise sterben,

Geht sie der Mutter nur nicht in's Gehege.

Ein schlechter Krug selbst bricht nicht gleich in Scherben,Fährt er zum Brunnen auf gebahntem Wege;

Sie wird die Künste von der Mutter erben.

Zu scharf macht schartig, schartig macht zur Säge,

Was ist die Zinke, folgt sie nicht dem Kamme?

Ich weiß, der Apfel fällt nicht weit vom Stamme!

P r i m , s l a u s.

Doch böses Holz zum Feuer ich verdamme,

Dein Weib wird nicht von ihrer Strafe frei,

Und stände selbst der finstre Tschart ihr bei.

L i l> u s s a

(gibt dem PrimiSlauS Mantel und Schuhe, die ihr Wlasta gab).

Die Schuhe und den Mantel nimm zurück,

Die Götter wählten dich und nicht das Glück!

P r i m i s I n u s.

Sie mögen in dem Schatz von Böheim liegen,

Der Nachwelt blinde Hoffart zu besiegen,