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6 (1852) Die Gruendung Prags
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Denn nimmer ist der Götter Werk vollendet.

Hat sich zu mir die weise Magd gewendet,

Mag sie vor mir auch ihrem Gotte dieuen,

Ich dien ihm auch, ist wahr er mir erschienen!

K lisch a.

Und findest heilsam, Tctka, du die Quelle,

Leit' ich sie auch zu meines Hauses Schwelle!

Libilssa.

Die weite Wege von des Meers GestadenMit ihrer Weisheit Kleinod zu uns ging,Genieße meines Schutzes, meiner Gnaden,

Wie nie ein werther Gast sie noch empfing;

Doch gleich des HeilgucllS unterird'schem RinnenSoll in Geheimniß sie ihr Werk beginnen;

Die Werkstätte des Heiles sei verborgen,

Denn göttlich Werk gedeihet nicht in Sorgen.

.In unsrem Geist mag sie zu Tage gehen,

In uns, des dunklen Landes lichten Höhen,Versammle sich ein Schatz von allem Segen,

Und sinke nieder, wie ein FrühlingsregenVon hohen Wolken gleich vertheilet fällt;

Denn wilder Wassersturz ertränkt das Feld.

Die Weisheit wirke gleich des Himmels Sonne,Die Keinen schreckend, Alles füllt mit Wonne!So sei es. Laßt mich meiner nun gedenken;Hört ihr des kriegerischen Chores Klang,

Die Männer ihre Fahnen auf mich senken,

Und meinem Tode schallet der Gesang!

Ti-lka.

Libussa, klage nicht, wär dies der Tod,Unsterblich wär das Mägdlein, dem er droht,