35S
H » balsuta.
O lasse länger so mich leben nicht,
Und nimm mich auf in deines Glaubens Licht!
Trinitas.
Mein Gott und Herr, dein Werk ich nun beginne,
Erleuchte, ew'ges Licht, der Jungfrau Sinne,
Auf daß ich dir dies reine Herz gewinne;
Dann schaue gütig nieder auf mein Leben,
Ich will den Geist in deine Hände geben,
Von Angesicht zu Angesicht dich sehn,
Gekrönet auch bei meinem Vater stehn.
Wie ihm geschehn, laß, Herr, mir auch geschehn!
Komm, Jungfrau, sieh, die junge MaiensonneSpielt in dem Fluß bei deines Sieges Wonne!
H u i>a l.j ii l a,
Heut ist des Juterbog's, des Maies Fest, E)
Den Winter treibt heut Zwratka aus dem Nest,
Der Frühling Leben auf die Fluren senkt,
Der Tod, Marzana, wird im Strom ertränkt.
T r i ii i t n s.
Mit diesem Strom wasch ich von deinem HauptDen finst'rcn Tod, der dir das Licht geraubt;
Doch wer, Geliebte, soll dein Zeuge sein?
Hubalsuta.
Niemand ist hier, der meine Sehnsucht kennt;
Doch nein, ich irre, dieses Blümelein,
Die Primel, die man Himmclsschlüssel nennt,
Schloß jetzt sich auf im frühen Sonnenschein,
Sie wird mir willig ihren Namen leih'n.
(Sie bricht -ine Priinct.)