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6 (1852) Die Gruendung Prags
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Treib mit dem eignen Schwerdt ich Wühlerei,

Frei sind die Mägdlein, und sie bleiben frei!

LtUc Mägdlein,

Frei sind die Mägdlein, und sie bleiben frei!

Scharka,

Unmöglich, Wlasta, sind mir deine Reden.

Weil Rozhon gestern meuchlings dich bezwungen,

Wähnst allen Dirnen du auf's Haupt getreten.

W la jl a.

Ich habe waffenlos mit ihm gerungen,

Libussen's Helm hat mich, wird euch verrathen,

Legt erst ein Mann den Hochzeitskranz ihm auf.

Weh! gaben wir, in Schmach nur zu gerathen,

Den ew'gen Frieden des Geschlechtes auf,

Und lernten wir zu streiten und zu bluten,

Daß ruhig wir der frechen Männer RuthenRings wachsen sehn, die uns zu geißeln grünen?

Nein, nimmermehr, sie können uns auch dienen.

Der Jungfrau haben wir allein geschworen;

Gibt in der Ehe ekler Sclaverei

Sie nur ein Stäubchen unsres Rechts verloren,

So machen wir vom Männerjoch uns frei;

Schmiegt sich Libussa, stehen wir doch fest,

Die Eiche bebet nicht, und trotzt dem Sturm,

Schwankt gleich im Gipfel buhlerisch ein Nest.

Dreht gleich sich nach dem Wind die Fahn' am Thurm,Und spielen Brautspiel in des Schiffes FlaggenDie Enkel Stribog's, daß die Masten krachen,

Nicht wankt der Thurm, die Masten schadlos bleiben,Die Winde nur das Schiff zum Ziele treiben.

Libussa sprach, als sie die Krön' erlanget:

Ich nehme sie, ich hab sie nie verlanget,