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Trin11ag.
Weis' ist dein Wort. Was schnell die Nacht durchbricht,Das ist kein Tag, kein steter Sonnenspiegel;
Nur Blitzerlcuchtcn, glüh'nder Drachen LichtZerbricht das mitternächt'gc Zaubersiegel,
Ein Lichtgespenst, dem über'm Haupt sich schnelleDes Nachtmeers wild zerriss'ne Woge schließt.
Glaub', Hoffnung, Liebe gleichen einer Quelle,
Die still im Kern des Lebens sich ergießt;
Sehnsüchtig ringend nach des Tages HelleQuillt sie im Grund, und schwillt, und steigt empor,Und pocht an eines frommen Herzens Thor:
Es thut sich auf, die Frcud'ge grüßt das Licht,
Und jauchzet in die Thäler selig nieder.
Sie wächst und bildet Strome, Seen und Meere.
Den Kern, der sie umschloß, umarmt sie wiederIm sel'gen Spiegel aller Himmelshecre.
Fern ist das Ziel, ich dringe nicht empor,
Selbst nicht zum Herzen, das des Lichtes Thor!
P a ch t a.
Zagst du, o Trinitas, sinkt schon dein Muth?
T r i n i I a s.
Gern kaufte ich ihr Heil mit meinem Blut,
Doch seh ich, wie mit ängstlichem VerdachtDu mich verbirgst in dieser Wälder Nacht,
Wo mir zuerst der Hexe Fluch begegnet,
Wo Jesus Name nie die Zeit gesegnet,
Und höre von Jungfrauen dich erzählen,
Die ganz verwildet in unsinn'gen RechtenMit Männerwaffen gegen Männer fechten,
Dann bebe ich; wie kann in diesen Seelen,
Die eigener Natur sich selbst verschließen,
Des Glaubens heil'ger Lichtgucll sich ergießen?