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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
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Und wie des dunklen Rosses Mähnen wallen,

Die schwarzen Locken dir zum Nacken fallen.

(Sie nimmt ihr den Helm ab)Libussa (monoton warnend).

Erröthe, Wlasta, nur, du Abendröthe,

Ganz anders als dein Herz spricht deine Rede.

Wlasta.

So lange ich dir traue, trau auch mir!

Entwaffnend nehm' den Panzer ich von dir,

Und gleich dem Monde, der dem keuschen WeibAuf's Lager sinket, leuchtet nur dein Leib.

Des Tages blanker Harnisch ist versunken,

In deinem spiegeln noch die Sternenfunken.

(Sie schnallt ihr den Panzer ab)

Li hussa (zärtlich flehend).

Ihr seid die Sterne, Mägdlein, bleibt mir treu!

Die Mägdlein.

Treu, treu, so lang dein Harnisch spiegelt, treu!

Wlast a.

Nun gehe ein in's Bad, du schöner Abend,

Von deines Tages Mühe dich erlabend.

Und gehe also leuchtend draus hervor,

Daß Triglawa, trägt sie den Mond empor,

Erstaunend anzieht ihres Rosses Zügel,

Als sähe sie ihr Bild im Moldauspiegel.

L> hussa.

Erröthe, Wlasta, nur, du Abendröthe,

Ganz anders als dein Herz spricht deine Rede!

W lasta.

Noch einmal sprich dies nicht, du sprachst es zweimal,

Es würde wahr sein, sprächest du es dreimal.