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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
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Den geisterhaften Samen zu erringen;

Denn augenblicklich in geheimen ZeitenSieht man wie Feuer aus dem Kraut ihn springen,Und mit den schwarzen Göttern muß man streiten,Die ihn heißhungrig in den Abgrund schlingen,

Weil sie dem Menschen diesen Schatz beneiden.

Der stehet gut, der sich auf ihn verläßt.

In Kampf, in Glück und Liebe macht er fest!

Scharka.

O seltne Kunst! geschwind streu ihn um's Bad.

Die Kräuter werft hinein, Libussa naht.

Libnssa, Wlafta treten auf.

Libussa.

Bsclbog der lichte Sonnenführer senketAm Berg hinab das schimmernde Gefieder;

Zur Bahn Triglawa schon das Nachtroß lenket,

Die Schattenmähne wallt zum Thal hernieder.

Still ruh'n die Heerden, die der Fluß gctränket,Kein Roßgewiehcr hallt am Felsen wieder,

Es schweigt der Hain. Am Quell die Linde denketUnd träumt, die sie gehört, die Frühlingslieder;

Der Strom in einsamer Begeiferung rauscht,Entschlummernd sinnt der Wiederhat! und lauscht.Der Himmel an das Herz der Erde sinkt,

Ein Bräutigam, der küssend Thränen trinkt.

Wlast a.

Die Göttliche, die nur den Göttern gleicht,

Mit Bjelbog nun zugleich zum Bade steigt.

Den lichten Sonnenhelm nimmt ihr die Dirne,

Die Abendröthe, Wlasta, von der Stirne,