22 «
Die Mutter zaubert, und der Vater hinkt,
Unruhe ist der Tochter eingehext,
Die aus so widcrwärt'gem Stamme wächst,
Und nun an frecher Freiheit Quelle trinkt.
Des Leibes Schönheit zaubert, doch es mußDie Seele ihr gleich einem lahmen FußDie Weiblichkeit nachschleppen, um zu lieben.
Vom Stolze auf den hohen Fuß getrieben,
Zwingt Liebe auf dem kurzen sie zu hinken.
Schad' um des Leibes Zier, Wlasta wird sinken!
Wcrschouich lhintcr der Scene).
Ihr Männer, lagert friedlich euch umher!
Primislaus.
Die Stimme Wrsch's! er redet mit dem Heer!
Wcrschon> e tz.
Habt redlich ihr getheilt des Tages Beute,
Entlasse ich euch noch am Abend heute.
Werschowetz und Domaslaus treten auf, in dem Schilde den Apfelmit Laub bedeckt zwischen sich tragend.
Primisiaus.
Heil euch und Ruhm, ihr siegreichen Wladicken!
M c r s ch o w c tz.
Wladicken? ist sonst nichts an uns zu blicken?
D o IN a s i a u s.
Erhole dich, laß dich den Glanz nicht blenden,
Und spreche das aus, was wir jetzt abbilden.
' Primisiaus.
Wie das? ich sehe Beulen in den Schilden,
Ich sehe Feindesblut in euren Händen.
Siegern gleicht ihr vom Kops bis zu den Füßen,
Drum wollte ich als solche euch begrüßen.