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6 (1852) Die Gruendung Prags
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S ch a r k a.

Mit flachen Klingen und mit scharfen WortenIst nur die leere Luft verwundet worden.

Li hussa.

Wohlan! doch mäßigt euren Iugcudmuth,

Traut nicht dem Wolfe, wenn er schlafend ruht.

Ich bin durch ihre Wahl das, was ich biu,

Der freien Böhmen freie Herzogin!

Ihr seid durch meine Wahl das, was ihr seid,

Frei seid ihr, meiner Freiheit frei zu dienen;

Doch solchem Ehrendienst folgt auch der Neid.

Ihr steht mir näher, doch nicht über ihnen.

Die dient mir schlecht, die mir den Löwen rauft,

Und aus dem Schlafe mir den Feind erweckt.

Neckt sie nicht mehr, als jedes Mägdlein necktZum Scherz den Mann. O Freiheit hoch erkauft!

Ein fester Panzer bleibt mir, der mich schützt,

Ein Sänlenchor, das meinen Thron mir stützt,

Libussen's Sicherheit, Libussen's Zier,

Doch werdet nimmer ein Gefängniß mir,

Daß, mich zu sehn, mein Volk euch nicht vernichtet.

So ihr zu sehr in Übermuth gewichtet,

Reißt mich des Helmes Last vom Throne nieder,

Und sichrer als mein Panzer wär mein Mieder.

Nun ordnet euch, zur Seite sollt ihr stehn,

Das Heer begrüßet, laßt die Fahne wehn!

(Dir Führcrinncn treten hinaus, die Schaar der Dirnen öffnet sich,das Hcerhorn der Männer wird von den Trompeten begrüßt.Domaslaus und LLcrschowetz trete» durch den Mittel-bogen ein und legen Libnsscn eroberte Fahnen zu Füßen.)

D 0 Nl aslalts.

Libussa, nimm die Beute deines GlücksUnd würd'ge deine Sieger eines Blicks.