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Und ewig wieder kehrt, mein wachsend Leiden,
Und bleichte es mit bittrer Thränenfluth,
Um auf ein schlaflos Lager es zu breiten,
O! der Gedanke setzt mich schon in Wuth!
Ein langes Spinnen, Weben meiner Schuld,
Ein Dornenlager meiner Ungeduld!
Unwürd'ger Trost dem Leid der kühnen Magd!
Jetzt wird in Männerwunden, in der SchlachtMit Schwerdt und Beil zu Grabe es gebracht,
Ertränkt im Blut des Bären auf der Jagd;
Doch wie ein Zauberpfennig, wie ein AlrungeistSteigt ewig mir, wälzt ich auch Berge drauf,
Das Leidgespeust in meinem Herzen auf,
Daß mir der wilde Schmerz die Wunde reißt.
Gib mir den Helm, gib mir den Panzer wieder,
Ich sag es nie im bloßen Haupt und Mieder!
P ri m is l a us.
Entsetzlich Wesen eines wilden Weibs! 65 )
Triebst du mit frecher Arbeit deines LeibsEin unreif Kind aus deines Schooßes Hut,
Hast du geboren, und in toller WuthDie Hand getaucht in dein lebendig Blut?
So flieh und stirb, denn das wird nie mehr gut!
W lastn.
Schweig! schweig! nie hätt' ich angehört,
Von einem Andern, was mich so empört.
(Sie waffnet sich schnell)
P r i m i s l a u s.
Die Unnatur ward schon in dir Natur.
Wlast a.
Im Panzer, nennst du diesen Unnatur,
Kann sprechen ich von meiner Schwachheit nur!