Und will ich mir den bösen Nachbarn fällen,
Wehrt Slawosch mir mit Knechten und Gesellen.Sein Knecht nahm heut' dem meinigen das Beil:Da ich es höre, und zum Orte eil',
Bringt Slawosch selbst das Beil zurückgetragen,
Nicht Antwort steht er mir auf meine Klagen,Schwätzt lang und breit von treuer Nachbarschaft,Und von des Baums geheimer Eigenschaft,
Und bietet für den Fleck mir andres Land,
Sein Vater schwätzte mit, der bei ihm stand.
Doch bin ich nicht die Jungfer, die gleich tanztFür jeden Geiger, der sich vor sie pflanzt.
Ich nahm mein Beil, ich mußt es ihm entringen,Und da ich es nun von mir wollte schwingen,
Traf seines Vaters Haupt des Beiles Stiel,
Der sich verstellend an die Erde fiel.
Da schlug in's Angesicht der Bube mir,
Ich griff ihm in den Bart, so rauften wir;
Nun mischten sich theilnchmend am GefechteIn unsern Streit herzugelaufne Knechte,
Uns trennten Werschowetz und Domaslaus,
Wlasta erschien, und rief den Nichttag aus,
Vor dem ich, Rozhon, klagend hier erschien,
Nun gebe mir mein Recht, und strafe ihn.
Lidussa.
Was kannst du, Slawosch, zur Vertheid'gung sagenSlawosch.
Daß ich nur zur Vertheid'gung ihn geschlagen.
Traf ungern mit dem Beil den Vater er,
So traf mein Faustschlag auch von ungefähr;Verzeih ich ihm, hat er mich nicht beleidigt.
Verzeih er mir, daß ich mich nur vertheidigt.
VI. 10.