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6 (1852) Die Gruendung Prags
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Und wäre von dem Dankbaren umarmet.

Schweig, Wlasta, schweig! die Blätter alle lauschen.Wie Wlasta, Stratka Lieb' und Fluch hier tauschen,Laß deinen Muth um deine Liebe rauschen,

Denn hier soll morgen eine Burg beginnen,

Wo Mägdlein fechten, bis die Männer spinnen.

Er wohnt nicht weit von hier, ich werd' ihn sehn!Durch Stratka's Haß und Wlasta's Lieb' entsteh»Soll hier der Männer Trutz, die Burg Djewin,

Ihr Eichen, wißt, was Wlasta hier wird blühn!

Scene vor Libin.

Libussen'S Schloß auf einem Fclsenlager in einfacher Bauart, ein hohe»Geschoß mit hohen Fenstern, in der Mitte ein halbrunder Borsprung mit offenenBogenthorcn, aus denen Felscntreppen hcrablaufen und in der Ebene in einemviereckigen Thorthurmc, auf dessen Zinnen man gehen kann, znsammentreffen.Zu beiden Seiten dieses Thurmes bildet der Fels eine Terrasse in mäßiger Höhe,auf welcher man rechts den Eingang zu Kro! 's Gruft, und links Libusscn 'SBadcgrotte steht, von welcher ein Quell über die Felsen herabsließt. Der Bor-grund ist ein offener Eichenhain, der sich an den Seiten zum Schlossehinan zieht.

Werschowctz, Domaslaus, mit bewaffneten Knechten, und viele andereslavische Männer treten von verschiedenen Seiten ein und begrüßen sich.

Domaslaus.

Eh' noch Libussa zu Gericht wird schreiten,

Mehrt jetzt, ihr Männer, unsres Heeres Schaaren,

Um gut gerüstet eilig die Avaren,

Die Feinde unsrer Grenzen, zu bestreiten,

Die also frevelnd drangen in dies Land,

Daß heut' zum Raube sie die freche HandNach unsrer hohen Fürstin ausgestreckt,

Doch furchtbar nicht, sie floh'n vor ihren Frauen.

(Murren und Lachen unter der Menge,)