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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
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Die goldenen Tische auf silbernem Grunde,

Zch fand da nicht Götter, nicht Geister, nicht Gäste,

Ich eilte und suchte, und fand, und mich schreckteMein Bild, das in spiegelnden Wänden mich neckte.Über schweigenden Donner und erloschene BlitzeMein Fuß, vom Traume belastet, hin schwebteBis zu des Donn'rers verödetem Sitze,

Wo ein wunderbar Klingen den Saal durchbebte,

Und ich sah, wie hoch in des Thrones SpitzeEine Niesenspinne ihr Netz hin webte.

Öd war das Haus, durch die einsamen HallenHört ich das Schifflein der Weberin schallen,

Und ich blickte entsetzet, und sah die Sonnen,

Die Monde, die Sterne in den zaub'rischcn Gleisen,Die sie aus dem Gift ihres Leibes gesponnen,

Wie gebundne Gespenster der Unterwelt kreisen.

Sieh, da hat meine Seele eine Inbrunst gewonnen,

Und es wuchs mir eine Kraft, das Geweb' zu zerreißen.Aber wie ich die zürnenden Hände ausbreite,

Trat mir eine schimmernde Jungfrau zur Seite,Begeistert und stille, weltfremd und vertraut,

So nimmer gesehen, so innig verwandt,

So fern ihre Sprache, so aus der Seele ihr Laut,

So weither verirret, so aus dem Herzen gesandt,

Wie die Braut in die Augen des Bräutigams schaut.Und sie trug in eines goldenen Kelches RandEine Primel, und sagte:Dein Himmel ist leer,

Dies ist der Himmelsschlüssel, die Himmelskehr!"

Und da sie die Blume zu dem Netze erhoben,

Wo die Spinne den Weberknotcn schürzte,

Begann diese im schwebenden Webstuhl zu toben,

Daß die Gestirne erbebten, und niederstürzte

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