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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
Seite
52
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S2

Tetka.

Als Kind schon nahmst du gern die Mitte ein,Trank ich der Mutter rechte Brust allein,

Sog Kascha Nahrung nur aus ihrer Linken,

So schlummertest du lächelnd zwischen Beiden,Und wachtest freundlich, ohn' uns zu beneiden,Die rechte und die linke Brust zu trinken.

Fili» ssa.

Erzähle Tetka unsrer Abkunft Wunder!

Kascha.

Erzähl', der Tag ergraut, der Mond geht unter.

Tct ka.

O meine Seele, Spiegel früh'ster Zeiten!

Den Knappen Chech's, den Krokus zeigst du mir,Den Vater, seines Herren Rosse weiden,

Er ißt sein Brod, er schlummert sorglos hier;Die Eiche sehe ich ihm Schatten breiten,

Ein Geisterweib, die Mutter wohnt in ihr,Vertraut dem frommen Freund an ihrem BaumeZeigt sie der irren Rosse Spur im Traume.

Kascha.

Heilige Zeit! als im wehenden SchattenEwiger Eichen die Geister noch lebten,

Die über des Wiesengrunds thauigte MattenSelig auf luftigen Füßen hinschwebten.

Über den wiegenden Wogen der WellenUnd in des Walddickichts krausem GesaußWaren lebendige Götter zu Haus.

Wo jetzt die WildnißIn wilden WaldquellenEinsam sich spiegelt,