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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
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Das Heilige bewache frommer Geiz;

Dem Wundervollen allzu leicht ergeben,

Folgt die Unwissenheit geheimem Reiz,

Zur Anbetung Verhülltes zu erheben,

Und webt des Unverstandnen höhcrn ScheinFalsch in des Glaubens Bilderteppich ein.

Der Sinne Blindheit rückt, sich selbst zu blenden,Das Unerschaute in des Gottes Licht,

Zur Flamme greift das Kind mit dummen Händen,Doch besser thut es, wenn es Blumen bricht.

Wird einst nicht Raum im Schooß der Erde bleiben,Die Wurzeln der Unwissenden zu fassen,

Die ihre Blüthen in den Himmel treiben,

Wird dieser die Allwissenden entlassen,

Dann wird sich Jenen Gottes Liebe zeigen,

Die Götter sehn als Menschen niedersteigen!

Lasch a.

Geschaffnes in des Schöpfers Werkstatt dringet,

Und mit dem Werkzeug selbst das Werkzeug ringet.Der Wurzeln Wnnderwirkung gen die Wunden,

Der heil'gen Kräuter Kräfte für die KrankenUnd der Gesteine gut und gift'ge Geister,

Der Sterne Siegel auf der Stirn der Stunden,Gelöst vom Golde göttlicher Gedanken,

Der Welten Spiegelbild im Aug' der Meister,Gespensten an der LebeuSquellen Rand,

Entheiligt in unheil'ger Hexen Hand.

Der Sünde Hunger kann kein Licht ertragen,Wahnsinnig muß sein eignes Herz er nagen,

Und meint das Herz der Nacht, sich zu erlaben,

Mit Zauber aus des Abgrunds Kern zu graben.Euch, die zur Tiefe so das Antlitz wenden,

Wird Flüche sie statt ihrem Segen spenden.