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6 (1852) Die Gruendung Prags
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Trinitas. -

Ach, lieber Meister, meine Füße bluten,

Seit gestern geh' ich schon auf nackten Sohlen.

O, wenn wir eine Stunde nur hier ruhten!

Es brennt mich jeder Schritt wie glühe Kohlen,

Es ist genug des Wegs, ich kanu nicht mehr.

Pacht u.

Du armes Mägdlein machst das Herz mir schwer,

So lange hast du deinen Schmerz verschwiegen?

Trinitas.

So lang ich konnte, mußt ich ihu besiegen;

Doch hier ist's gut, der kühle NasengrundKühlt meine Füße, die von Dornen wund.

Horch, horch, es rauscht! Vergönn, daß in die QuelleIch meine Füße znr Erguickung stelle.

Pacht a.

Die Moldau rauschet an der Felsenwand,

Landeinwärts müssen wir, denn mcnschenvollUnd angebaut ist meist der Flüsse Rand.

Nicht weiß ich, wie ich hier dich bergen soll.

Trinitas. ^

Verbergen, Meister? Folgt ich darum dir?

P a ch t a.

Nicht sicher ist dein theures Leben hier,

Wo rings das Beil des wilden Volks dir droht.

So weit gewandert bist du nicht, den TodVon blinder Nohhcit Ucbcrfall zu leiden,

Hier, wo du heil'ge Lehre willst verbreiten!