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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
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Wo ihre Wiege stand, hier an dem Baum,

Mit Opferfeuer zu geheimem Traum;

Denn morgen ist der Tag, der sie geboren,

Den auch zur Fürstenwahl das Volk erkoren.

Mit schwarzer Kunst hab Apfel ich bereitet,

Zum Dienst der Unterird'schen sie zn neigen,

Als Lade, Huldinnen und Lel verkleidet,

Wird diese ihnen meine Schule reichen.

Lapa ck.

Du wirst noch einst mit deinem falschen Spielen,Kömmt es zu. Tag, dir bösen Lohn erzielen.

Zw rat ka.

Muß ich nicht wagen, denn Nichts thuest du,

Du bist ein Pfaffe, und siehst ruhig zu,

Wie sich, von Tetka's Träumerei verblendet,

Das blinde Volk vom alten Dienste wendet.Verlassen steht der finsterm Götter Hain,

Ja seit das Volk in diese Thäler zog,

Ward es im Drang der Wand'rung zu gemeinMit seiner Götter Heimlichkeit, und wogDie Götter sich nach ihrer Bilder Last,

Die man bequem genug auf jenem ZugIn Säcke mit unheil'ger Hand gefaßt,

Bei Brod und Werkzeug auf dem Rücken trugtDes Himmels lichte Götter kaum mehr ehrend,Ist ihnen ganz des Abgrunds Macht vergessen.Die Dirnen, sich zu Krokus Töchtern kehrend,Flichn meine Bänke, die sonst voll gesessen;

Des Zaubers alte Schule stirbt mir aus,

Verfall und Untergang droht meinem Haus.Selbst Wlasta, unsre Tochter, ist besessen