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Die Hexe sprach: „Erkennst dn die Libusse,
Die dich begeisterte, was willst du mehr?
Sie lohnte dir wohl gern mit zücht'gem Kusse,
Doch ängstet sie dein Buch, es ist zu schwer!" —„Lebt Wohl, harrt mein, ich werfe es zum Flusse!"Rief froh ich aus, „ich will es nimmermehrUm solch Entbehren vom Geschick erkaufen!"
Und drehte mich, zum Strom hinab zu laufen.
Da hält am Haar die Muse mich zurückUnd blickt mich an, und meine Kniee beben,Drei Riesenjungfrau'n sah vor meinem BlickIn stolzer Schönheit ich zum Himmel streben,Nachtkariathden tragend das Geschick,
Libussa, Kascha, Tetka mich umschweben,Erst sah ich sie, wie klein ich sie gedichtet,
Jetzt sah ich sie, wie groß sie mich gerichtet.
Und nieder sank ich der gekrönten Dirne,
Die stumm und steil gleich einem MemnonsbildeTicfsinnend sah zum hcil'gen Tagsgestirne;
Da schoß die Sonne unterm blnt'gcn SchildeDes Morgens einen Strahl zu ihrer Stirne,
Und ihre Lippe tönte ernst und milde:
„Von uns wohl, doch für uns kannst du nicht dichten.Hör' an, hör' an, an wen dein Lied zu richten!"