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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
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Wie hier einst vor der Seele der SibylleAus Wald und Weltnacht Prag, die Stadt, gestiegen.Stieg sie im Sonnenglanz aus nächt'gcr StilleVor meinem Blick aus trüben Nebelwiegen,

Und aus der Brust sprang mir der mächt'ge Wille,Wie Tauben ließ ich die Gedanken fliegen,

Sich auf den Tempeln, auf den Schlossern sonnen.Was ich vollendet, hab ich da ersonnen.

Dann in vertrauter Kammer eingeschlossenStimmt ich die Töne dieses Lied zu singen,Doch feierlicher Schall von Kriegsgeschossen,Harmonisch Fcstgetös und Fahncnschwingen,

Und Pilgersang hat sich hinein ergossen,

Ja, was von jeher war, wollt Opfer bringen,Die Sage, Volkswahn, licht' und finstre GeisterVerdrängten von dem Wcbestuhl den Meister.

Die nun vollendet, wem die Lieder reichen?

Hat gleich mir Böheims Pflug einst Korn gebaut.Und wuchsen Fische mir in seinen Teichen,

Blieb mir doch stumm der slav'schen Zunge Laut;Nichts war mir heimisch als mein Himmelszeichcn,Und nur des Landes Borwelt tief vertrautFühlt meiner Art ich fremd in seiner MitteGesinnung, Tugend, Sünde, Kunst und Sitte.