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Zu Riesen hat des Tages schlanke TöchterDie Urnacht mir am Fabelberg gemodelt,
Wo unter mir der grelle Pfiff der Wächter,
Der Wache Rund, vom Buhlerlied durchjodelt,Und daS Geheul mondtrunkner Hundsgeschlechter,Vom Strom umsaust, als Hexenkessel brodelt,Bis meine Augen im Gestirn ertrankenUnd alle Wellen in dem Traum versanken.
Da faßte mich der Geisternähe Grauen,
Denn neben mir am grünen BcrgeshangSah ich die drei Sibyllen, die Jungfrauen,Aus deren Mund des Landes Schicksal klang,Verschleiert in den tiefen Stadtschooß schauen,Bis dann vor Hahnenschrei und GlockenklangMit dem Orion auf des Frühroths WogenDie sel'gen Lichtgespielen hingezogen.
Und von den Locken mir der Vorzeit ThauAus Orient ein kühler Luftstrom hauchte,
Und unter mir lag eine Nebelau,
Aus der das goldne Schiff der Sonne tauchte;Aufringend aus dem träumerischen GrauDer Urwelt, das wie Opfergluth verrauchte,Hat sie zuerst der Thürme Kreuz ergriffen,
Jn's tiefe blaue Himmelsmeer zu schiffen.