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und alle Entschädigungen vorher berichtigt seyn, che man sichwegen der Hauptsache an die geistlichen Gerichte wenden durfte.In den letzten Zeiten hatten aber die weltlichen Richter ihreBefugnisse noch weiter ausgedehnt. Durch mehrere Beschlüsseder Parlamente war nämlich der Gerichtsgebrauch cingeführt,daß Klagen, die wegen des Besitzes von Pfründen und Zehntenvor den weltlichen Gerichten entschieden wären, in der Haupt-sache sin xetitorio) nicht mehr vor die geistlichen Gerichte ge-bracht werden dürften. Der Grund oder vielmehr der Vor-wand dazu war, daß, nach Art. 46 der Verordn, v. Villcrs-Cotterets, bei Anstellung solcher Besitz-Klagen über Pfründendie Partheien vorher ihre Titel übergeben müßten, also nachAburtheilung der Besitzklage dem geistlichen Richter nichts mehrzu entscheiden übrig bliebe.
Ganz insbesondere stand den geistlichen Gerichten und zwardenselben ausschließlich, und zwischen Personen jeden Standes(Orclon. cl. 1539 srt. 4) die Entscheidung über alle eigentlichgeistlichen Sachen, d. h. über solche, die den Glauben, dieSakramente, den Gottesdienst, die Kirchenzucht, die Ordcns-gelübde, das Verbrechen der Ketzerei und Simonie betra-fen, zu*).
Da die Ehe ein Sakrament ist, so war dieses der Geist-lichkeit ein nur zu willkommener Vorwand, um die Entscheidungüber alle bei Gelegenheit der Ehe Angegangenen Verbindlichkeitenund durch dieselbe erworbenen Güter, das Heirathsgut u. d.
*) Iläit (3. I^ouis 14.) 3u moi» cl'^vril 1695. „srt. 30.I^s connoisssnee et le jugement 3e Is äootrine eonceo-nsnt Is religion sppsrtierilli's sux srellevegues et evegues;enjoignons s nos eours cle ^selemens, et s tous nossutres juges, 3s Is i envo) er sux 3its prelsts, 3e leurännner l'sille stont ils suront hesoin, ^our I exeeution3es censures gu'rls paurront en k'sire, et 3e proeesters Is punition cles eoupsbles ssns prejustiee s uosllitscour» et jug«8 3v pourvoir psr les sutres voies gu'ilsestimeront eonvenshles s Is repsrstion 3u sosnllsle, ettrouhle 3e I'oräre et trsni^uülits publigue, et eontrs-veinio» sux orllonnsnees ^ue Is ^uhlrcstron 3e Isäitväoetrirre surs per csu8vr."