persischen Golf. Egypten und Nubien, und bis an dos Al-peuland Habcsch und die libysche Wüste. AuS diesen, de»ewigen Sonnenstrahlen ausgesetztcn Sandflächen sind wir seitJahrtausenden mit einem Heere von Seuchen überschwemmtworden. Die Luft, welche über diesen Sandstreckcn liegt,wird in einem hohen Grade erhitzt, an den vom Sande um-gebenen Pyramiden findet sich eine mittlere Temperatur desWahres von Zi°2 (Cetes) in Theben von 2?°5, in CairoL2°4, am persischen Meerbusen 25°5, in Bagdad 23°; mitt-lere Wärmcngrade, welche in der neuen Welt bei gleicherBreite um 5 bis 10 Grade geringer sind; in den heißesten Mo-naten steht Las Thermometer häufig auf 34°, ja an den Rui-nen der alten Stadt Ombos im Schatten anhaltend auf 45°(5ܰ Ncaumur). Auf dieser öden Ebene fanden die französi-schen Soldaten am 12. September 1800 die Hitze im Sandeso groß (54° Ncaumur), daß sic Eyer darin sieden konnten.Die erhitzten und in Bewegung gesetzten Luftcolonnen wir-ken tief auf das Ncrvcnlcben uud bringen Erscheinungeneines gelinden Nervenfieberö hervor. Neuere Reisende, wennwir nicht irren, namentlich Nüppell, erzählen von eige-nen elektrischen Luftströmen, welche auf der Haut eine sehrstarke prickelnde Empfindung zurücklasfen und ein Gefühlhervobringen, als werde man mit kleinen spitzen Stcin-chen beworfen.
Die Pest des Thucydides kam aus der libyschen Wüste;von der pestbringenden Luft Libyens und Äthiopiens sinddie Schriften der Alten voll; die Sandebene von Arabienoder Egypten ist das Vaterland der levantischcn Pest, vonwo sie sich, als ungetilgtes Contagium stets herrschend, nachKleinasicn, Europa und den Nordrand von Africa verbreitete.Egypten ist die Wiege des Aussatzes (der Lepra und Ele-phantiasis); und ob diese Krankheit gleich eigentlich dem Nil-delta angehört, so haben sie doch ihre GeburtSstätte in dem-selben großen Krankheitsheerd. Wenn wir der Mythe, vonEl Hamisy erzählt, trauen dürfen, so finden wir die erstenSpuren der Pocken in jenen Gegenden während des Kriegesder Habyssiniec mit den Koreischiten, den Hütern der Kaaba.